Pressemeldungen

Westeuropa setzt Erholungskurs fort

Berlin, 18. März 2014

Pkw-Markt in China legt erneut deutlich zu

Die weltweite Automobilkonjunktur zeigte sich im Februar zweigeteilt. Auf den Pkw-Märkten in Westeuropa (+6 Prozent) und Japan (+19 Prozent) konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden. In China legte die Pkw-Nachfrage zweistellig zu (+22 Prozent). Ebenfalls positiv entwickelte sich der Light-Vehicle-Markt in Brasilien (+11 Prozent). Der US-Markt hingegen erreichte im Februar – auch bedingt durch den strengen Winter – lediglich das Vorjahresniveau. Schwächer entwickelten sich die Märkte in Russland (-2 Prozent) und Indien (-4 Prozent).

Auf dem westeuropäischen Markt legten die Pkw-Neuzulassungen zum sechsten Mal in Folge zu. Die Pkw-Nachfrage stieg im Februar um gut 6 Prozent auf 823.700 Neuwagen. Von den Top-5-Märkten lag einzig Frankreich leicht im Minus (-1 Prozent). In Deutschland erhöhte sich das Neuzulassungsniveau um gut 4 Prozent. Der italienische Markt wuchs um knapp 9 Prozent – der höchste Zuwachs seit rund vier Jahren. Nach einer zweijährigen Talfahrt hat Italien damit seit drei Monaten wieder den „Vorwärtsgang“ eingelegt. In Spanien erhöhte sich die Pkw-Nachfrage, auch bedingt durch die dortige Abwrackprämie, zweistellig (+18 Prozent). Die Pkw-Neuzulassungen in Großbritannien stiegen um 3 Prozent. Auch die kleineren Märkte legten teils deutlich zu. So wuchs der portugiesische Markt im Februar zum neunten Mal in Folge zweistellig (+40 Prozent). Kräftiges Wachstum zeichnete auch die Märkte in Österreich (+30 Prozent), Island (+30 Prozent), Irland (+21 Prozent), Dänemark (+21 Prozent) und Schweden (+21 Prozent) aus. Insgesamt lagen die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa bis Februar mit gut 1,7 Millionen Neuwagen um mehr als 5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auch in den neuen EU-Ländern war im Februar eine deutliche Belebung zu verzeichnen: Mit 71.000 Neuwagen stieg der Absatz um gut ein Viertel. Der polnische Markt erhöhte sich um mehr als ein Drittel (+35 Prozent), in Litauen war ein Plus von 40 Prozent zu verzeichnen, in Bulgarien von 33 Prozent.

In den USA verharrten die Light Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im Februar mit knapp 1,2 Millionen Einheiten auf Vorjahresniveau. Der besonders harte Winter hielt viele Kunden vom Showroom fern. Während der Light-Truck-Bereich um 6 Prozent auf 623.900 Einheiten zulegte, ging das Pkw-Segment in gleichem Umfang auf 564.700 verkaufte Neuwagen zurück. Insgesamt lag das Marktvolumen von Light Vehicles bis Februar mit 2,2 Millionen Einheiten um gut 1 Prozent unter dem Vorjahr.

In Japan stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Februar um knapp 19 Prozent auf 490.500 Einheiten. Vorgezogene Neuwagenkäufe – im April wird die dortige Mehrwertsteuer erhöht – sorgten für den sechsten zweistelligen Zuwachs in Folge. Im bisherigen Jahresverlauf stiegen die Pkw-Neuzulassungen mit 924.100 Einheiten um gut 24 Prozent.

In China bewegte sich der Pkw-Markt im Februar mit 1,2 Millionen verkauften Einheiten um 22 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bis Februar stiegen die Pkw-Verkäufe in China um mehr als 15 Prozent: Insgesamt wurden in den ersten beiden Monaten gut 2,9 Millionen Neuwagen abgesetzt.

Mit einem Volumen von 217.700 Einheiten verfehlte der indische Pkw-Markt im Februar das Ergebnis des Vorjahresmonats um knapp 4 Prozent. Auch im bisherigen Jahresverlauf konnte das Vorjahresniveau nicht gehalten werden: In den ersten zwei Monaten ging der Neuwagenabsatz um rund 7 Prozent auf 437.600 Einheiten zurück.

Leicht rückläufig zeigte sich der Markt für Light Vehicles in Russland: Die Neuzulassungen erreichten im Februar ein Volumen von 206.500 Fahrzeugen (-2 Prozent). Bis Februar lag der Absatz mit 359.100 Einheiten knapp 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der brasilianische Light-Vehicle-Markt nahm im Februar deutlich zu: Die Neuzulassungen kletterten um knapp 11 Prozent auf 246.100 Fahrzeuge. Bis Februar verzeichnete der Neuwagenmarkt einen Zuwachs von gut 5 Prozent, insgesamt wurden 546.200 Fahrzeuge neu angemeldet.
 

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  Februar 2014 Januar - Februar 2014
  Anzahl Veränderung 14/13 in % Anzahl Veränderung 14/13 in %
Europa (EU28+EFTA)* 894.700 7,6 1.862.600 6,3
Europäische Union (EU-28)* 861.100 8,0 1.796.800 6,6
Westeuropa (EU15+EFTA) 823.700 6,3 1.721.200 5,4
Neue EU-Länder (EU13)* 71.000 25,3 141.400 18,7
Russland** 206.500 -2,0 359.100 -3,6
USA** 1.188.600 -0,1 2.197.100 -1,5
Japan 490.500 18,8 924.100 24,1
Brasilien** 246.100 10,5 546.200 5,1
Indien 217.700 -3,9 437.600 -6,7
China 1.202.000 22,0 2.912.400 15,2
* ohne Malta
** Light Vehicles
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