Pressemeldungen

Wissmann: Deutsche Hersteller liegen bei Elektromobilität an der Spitze

Berlin, 25. März 2014

E-Fleet gibt Startschuss für E-Auto-Flotten / Elektroautos in Flotten bereits heute wirtschaftlich vorteilhaft

Der Markthochlauf für die Elektromobilität ist in Deutschland in vollem Gange. „In keinem anderen Land der Welt wird eine derartige elektromobile Modellvielfalt geboten. Unsere Automobilhersteller erweitern stetig ihre Produktpalette mit neuen Elektro-Modellen und zeigen damit, dass sie liefern. Bis Ende dieses Jahres werden insgesamt 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb von deutschen Herstellern auf dem Markt sein“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zum Auftakt der dreitägigen VDA-Veranstaltung E-Fleet in Berlin, bei der sich Fuhrparkmanager und Flottenverantwortliche über den Einsatz von E-Fahrzeugen in Flotten informieren.

Dass Deutschland besonders gut aufgestellt ist, zeige auch der neue Electric-Vehicle-Index (EVI) von McKinsey. Der Index bildet die Entwicklung eines Marktes sowohl auf der Nachfrageseite als auch auf der Angebotsseite ab. Wissmann: „Deutschland liegt inzwischen nur noch knapp hinter den USA auf Platz 2, vor Japan und Frankreich. In der Rangliste der Länder mit dem am weitesten entwickelten Angebot belegt Deutschland sogar klar die internationale Spitzenposition. Das zeigt deutlich, dass unsere Arbeit in der Nationalen Plattform Elektromobilität bereits Früchte trägt. Bei unserem Ziel, die weltweite Leitanbieterschaft zu erreichen, hat es die deutsche Automobilindustrie auf die Pole Position geschafft. Mit Sieben-Meilen-Stiefeln haben wir in den vergangenen Jahren eine wesentlich größere Strecke zurückgelegt, als uns manche Kritiker zugetraut hatten. Deshalb stehen wir heute an einer neuen Wegmarke: Die Elektromobilität ist markttauglich, der Markthochlauf kann beginnen.“

Wissmann wies auf die wichtige Rolle gewerblicher Nutzer beim Markthochlauf hin: „Beim Übergang zu dieser neuen Technologie stehen die Wünsche unserer Kunden im Mittelpunkt. Das Elektroauto soll sich als voll alltagstaugliches Komfortfahrzeug durchsetzen. Wir sind davon überzeugt, dass die Elektromobilität gerade im Flotteneinsatz viel Sinn ergibt. Denn in einer Flotte aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeugen lassen sich die Vorteile eines jeweiligen Antriebskonzepts ideal nutzen.“ Trotz der enormen Fortschritte bestünden teilweise noch Vorbehalte, die Autofahrer bei der Entscheidung für Elektroautos zögern ließen. „Gerade Fuhrparkmanager wissen jedoch, dass der Anschaffungspreis nur ein Mosaikstein in der Kette der Gesamtkosten ist. Über die gesamte Nutzungsdauer können Elektrofahrzeuge im Vergleich zu konventionellen Pkw durchaus günstiger sein. Wenn Elektrofahrzeuge viel unterwegs sind, können sich die höheren Anschaffungsausgaben über die günstigen Verbrauchs- und Wartungskosten amortisieren. Werden Elektrofahrzeuge optimal in den Fuhrpark integriert, können sie bereits heute wirtschaftlich vorteilhaft sein“, sagte Wissmann. Auch bei der Frage nach der Ladeinfrastruktur seien gewerbliche Flotten oftmals in einer vorteilhaften Situation. So sei die benötigte Ladeinfrastruktur auf einem Firmengelände vergleichsweise günstig zu installieren. Nächtliche Standzeiten ließen sich so ideal nutzen, um E-Fahrzeuge für den nächsten Tag aufzuladen.

Gemeinsam mit der Politik müsse nun der notwendige Rahmen für den Markthochlauf geschaffen werden. Wissmann bekräftigte: „Es ist richtig und wichtig, dass Bund, Länder und Kommunen bei der Erneuerung ihres Fuhrparks ein Zeichen setzen. Die Automobilindustrie beweist ihrerseits mit milliardenschweren Investitionen ihre Entschlossenheit, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.“ Wissmann begrüßte darüber hinaus die Absicht des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, ein Elektromobilitäts-Gesetz auf den Weg zu bringen. „Mit vielen klugen Maßnahmen lässt sich die Elektromobilität sichtbar machen, dazu zählen Sonderparkrechte oder auch die Nutzung von Busspuren. Ein weiteres effektives Mittel, um die Elektromobilität für einen großen Kreis von Unternehmen wirtschaftlich zu machen, ist eine Sonderabschreibung, wie auch bereits von der Nationalen Plattform Elektromobilität vorgeschlagen. Dieses Instrument hat sich in der Vergangenheit für verschiedene Zwecke sehr bewährt“, so Wissmann weiter.

 

Das Tagungsprogramm steht im Internet zum Herunterladen bereit:

http://www.vda.de/de/veranstaltungen/kongresse/efleet2014/index.html

Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos.

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