Pressemeldungen

Westeuropa, USA und China weiter im Vorwärtsgang

Berlin, 16. Mai 2014

Baltische Staaten und Polen im Plus – Russland im Minus

Die drei großen Automobilmärkte – Westeuropa, USA und China – sorgten im April für Dynamik auf dem Weltmarkt. In Westeuropa setzte sich der Wachstumskurs mit plus 4 Prozent fort, in China erreichte die Nachfrage zweistellige Wachstumsraten (+14 Prozent), in den USA waren es plus 8 Prozent. In Brasilien, Indien, Russland und Japan ging der Neuwagenabsatz hingegen zurück.

In Westeuropa stiegen im April die Pkw-Neuzulassungen auf knapp 1,1 Mio. Einheiten (+4 Prozent). Dies war der achte Zuwachs in Folge. In Großbritannien setzte sich der positive Trend mit plus 8 Prozent fort. In Frankreich stieg die Pkw-Nachfrage um 6 Prozent, in Italien um 2 Prozent. Der spanische Pkw-Markt legte mit plus 29 Prozent besonders stark zu; neben dem staatlichen Förderprogramm sorgte vor allem die Anschaffung von Mietwagen für diese Belebung. Von den westeuropäischen Top-5-Märkten musste lediglich Deutschland einen Rückgang (-4 Prozent) hinnehmen. Die kleinen Pkw-Märkte in Westeuropa zeigten im April ein deutliches Wachstum. So stieg die Pkw-Nachfrage in Portugal um gut 53 Prozent – der elfte zweistellige Zuwachs in Folge. Auch in Irland (+28 Prozent) setzte sich der Erholungskurs fort. Seit Januar erhöhte sich die Pkw-Nachfrage in Westeuropa insgesamt um gut 6 Prozent auf rund 4,2 Mio. Neufahrzeuge.

Die Pkw-Neuzulassungen in den neuen EU-Ländern legten im April deutlich zu. Mit 76.800 Neuwagen stieg der Absatz um knapp 13 Prozent. In den baltischen Staaten Litauen (+36 Prozent) und Lettland (+34 Prozent) war der Zuwachs besonders ausgeprägt, in Estland waren es plus 4 Prozent. Der polnische Pkw-Markt stieg im April um rund 17 Prozent. Bis April erhöhte sich in den neuen EU-Ländern insgesamt die Nachfrage um knapp 20 Prozent auf 302.000 Einheiten.

Die US-Automobilkonjunktur erhöhte im April ihre „Drehzahl“: Der US-Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) legte um 8 Prozent auf 1,38 Mio. Neuwagen zu. Hier wirkten sich offenbar das gute Konsumentenvertrauen und der höhere Beschäftigungsgrad aus. In den ersten vier Monaten stieg der Absatz um 3 Prozent auf 5,1 Mio. Light Vehicles.

Die Light-Trucks waren auch im April die Wachstumstreiber auf dem US-Markt – die Nachfrage stieg um 13 Prozent auf 725.900 Einheiten. Von Januar bis April war ein Plus von knapp 9 Prozent auf 2,7 Mio. Light Trucks zu verzeichnen. Mit plus 3 Prozent auf 657.900 Neufahrzeuge legte der Pkw-Markt zwar erstmals in diesem Jahr zu, allerdings lag er in den ersten vier Monaten mit 2,4 Mio. Einheiten noch um gut 2 Prozent unter Vorjahresniveau.

In China blieb der Pkw-Markt auch im April lebhaft: Das Absatzvolumen erreichte knapp 1,5 Mio. Neuwagen (+14 Prozent). In den ersten vier Monaten lagen die Pkw-Verkäufe ebenfalls um gut 14 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes; insgesamt wurden fast 6 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt.

In Japan gingen die Pkw-Neuzulassungen im abgelaufenen Monat um gut 5 Prozent auf 292.800 Einheiten zurück, vor allem aufgrund der seit Anfang April erhöhten Mehrwertsteuer. In den ersten vier Monaten lag die Pkw-Nachfrage mit rund 1,9 Mio. Einheiten noch knapp 16 Prozent über dem Vorjahrszeitraum.

In Indien bewegte sich im April der Pkw-Markt mit 188.500 Neuwagen deutlich unter Vorjahresniveau (-10 Prozent). Bis April 2014 sank das Verkaufsvolumen um knapp 8 Prozent auf 864.100 Neufahrzeuge.

Der russische Light-Vehicle-Markt gab im April um rund 8 Prozent nach, es wurden 226.500 Fahrzeuge verkauft. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres blieben die Verkäufe mit 829.000 Neuwagen um knapp 4 Prozent unter dem Volumen des Vorjahreszeitraums.

In Brasilien zeigte sich der Light-Vehicle-Markt erneut rückläufig: Im vergangenen Monat wurden mit 280.100 Einheiten knapp 12 Prozent weniger Fahrzeuge neu angemeldet. Im bisherigen Jahresverlauf verringerte sich das Neuzulassungsvolumen um fast 5 Prozent auf rund 1,1 Mio. Fahrzeuge.
 

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  April 2014 Januar - April 2014
  Anzahl Veränderung 14/13 in % Anzahl Veränderung 14/13 in %
Europa (EU28+EFTA)* 1.129.800 4,2 4.483.100 7,1
Europäische Union (EU-28)* 1.089.200 4,6 4.336.000 7,4
Westeuropa (EU15+EFTA) 1.053.000 3,6 4.181.100 6,3
Neue EU-Länder (EU13)* 76.800 12,7 302.000 19,5
Russland** 226.500 -7,6 829.000 -3,8
USA** 1.383.900 8,0 5.112.100 3,1
Japan 292.800 -5,1 1.882.900 15,9
Brasilien** 280.100 -11,6 1.055.500 -4,5
Indien 188.500 -9,5 864.100 -7,5
China 1.478.900 14,3 5.951.100 14,2
* ohne Malta
** Light Vehicles
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