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Verbrauchsangaben stärken Transparenz im Nutzfahrzeugmarkt

Berlin, 21. Mai 2014

Europäische Kommission legt Strategie zur Reduzierung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs schwerer Nutzfahrzeuge vor

Die Europäische Kommission hat heute ihre Strategie zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs schwerer Nutzfahrzeuge vorgestellt. Künftig sollen die Verbrauchswerte von schweren Lkw bestimmt und ausgewiesen werden. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), erklärte dazu: „Dieser Vorschlag ist ambitioniert. Wir sehen aber die Chance, zusätzliche Transparenz für die Kunden zu schaffen. Für die Nutzfahrzeughersteller kann damit ein zusätzlicher Ansporn entstehen, die Kraftstoffeffizienz ihrer Fahrzeuge weiter zu verbessern. Die EU-Kommission hat die große Vielfalt des Nutzfahrzeugmarktes berücksichtigt und hält starre CO2-Grenzwerte für nicht mehr zwingend notwendig.“

Im Gegensatz zu Pkw und Transportern werden die CO2-Emissionen von schweren Lkw bisher nicht erfasst, weil es kein Messverfahren gibt, das die verschiedenen Bauarten und Nutzungszwecke repräsentativ abbildet. Dazu Wissmann: „Schwere Nutzfahrzeuge sind mit Pkw und Transportern, für die es CO2-Grenzwerte gibt, nicht vergleichbar. Die Variantenvielfalt der Fahrzeuge reicht vom Baustellenkipper über Lieferfahrzeuge bis zum Fernverkehrs-Lkw. Auch Stadt- und Reisebusse zählen dazu. Viele Fahrzeuge werden maßgeschneidert für die Kunden gefertigt. Der Verbrauch wird von unzähligen Faktoren beeinflusst: Größe, Gewicht, Einsatzbereich, Fahrleistung, aber auch Anwendungs-bedingungen und vor allem die Ladung von Lkw sind verschieden.“

Wissmann betonte weiter: „Mehr, als Grenzwerte das könnten, sorgt bei Nutzfahrzeugen schon heute der Markt für ständig sinkenden Kraftstoffverbrauch. Denn Transportunternehmer kalkulieren mit spitzem Stift – sie müssen in ihrem Geschäft auf jeden Cent achten und fordern daher immer effizientere Lkw." Die europäischen Nutzfahrzeughersteller hätten ihrerseits gezeigt, dass sie weltweit Vorreiter bei der CO2-Redukion sind. „Schwerlast-Lkw sind heute im Durchschnitt über 30 Prozent sparsamer als noch in den 1970er-Jahren“, so der VDA-Präsident. „Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Aber um weitere verbrauchsreduzierende Technologien in die Fahrzeuge bringen zu können, müssen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden.“ Das müsse Brüssel zum Beispiel bei der Revision der Richtlinie 96/53 zu Maßen und Gewichten von Nutzfahrzeugen berücksichtigen.

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