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Wissmann: Rahmenbedingungen für Elektromobilität müssen stimmen

Berlin, 22. Mai 2014

eMobility Summit in Berlin: Hersteller treiben die Themen Elektromobilität und Vernetzung voran

„Der Markt für Elektrofahrzeuge nimmt Fahrt auf. Seit 2007 haben sich die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen Jahr für Jahr verdoppelt“,sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zum Auftakt des eMobility Summit in Berlin, der vom „Tagesspiegel“ veranstaltet wird. „Unsere Automobilhersteller erweitern ihre Produktpalette mit neuen Elektro-Modellen stetig. Bis Ende dieses Jahres werden insgesamt 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb von deutschen Herstellern auf dem Markt sein. Und im kommenden Jahr werden viele weitere folgen“, betonte Wissmann. Er wies allerdings auch darauf hin, dass für einen erfolgreichen Markthochlauf die Grundvoraussetzungen stimmen müssen. Dazu gehöre zum Beispiel eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur.

Der VDA-Präsident begrüßte die Absicht des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, noch in diesem Jahr ein Elektromobilitätsgesetz auf den Weg zu bringen, mahnte aber auch an, die entsprechenden Rahmenbedingungen nicht aus den Augen zu verlieren. Mit „klugen Maßnahmen“ könne die Elektromobilität in den Städten sichtbar werden. Sonderparkrechte oder die Nutzung von Busspuren könnten die Elektromobilität für den Kunden interessanter machen, so Wissmann. „Ein wirksames Mittel, um Elektroautos für Unternehmen wirtschaftlich zu machen, ist eine Sonderabschreibung. Hierfür muss aber klar sein, welche Fahrzeuge diese Privilegien erhalten sollen. Plug-in-Hybride und Range-Extender, rein batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellen-fahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag, um die Mobilität nachhaltiger zu gestalten“, erklärte Wissmann.

Auch Bund, Länder und Gemeinden könnten mit der Beschaffung von E-Autos ein wichtiges Zeichen setzen. „Wir sind überzeugt: Wenn diese Fahrzeuge erst einmal auf der Straße sind, wird auch die private Nachfrage weiter steigen“, so Wissmann.

„Ein weiterer Innovationstreiber für zeitgemäße Mobilität ist für uns das Thema Vernetzung“, führte Wissmann aus. Es ginge darum, ein vielversprechendes Mobilitätsmodell zu entwickeln, das alle zur Verfügung stehenden Verkehrsträger nahtlos miteinander verknüpft. „Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA Pkw 2015 in Frankfurt werden wir daher unter dem Begriff ‚New Mobility World‘ einen neuen Ausstellungsbereich schaffen. Der moderne Mensch mit seinen Mobilitätswünschen und -bedürfnissen wird dort im Mittelpunkt stehen. Das automatisierte Fahren, die Vernetzung und die Intermodalität sind die Pfeiler, auf die sich die Mobilität der Zukunft stützt. Die intelligenten und kooperativen Fahrerassistenzsysteme für den Verkehr von morgen ermöglichen dem Autofahrer künftig eine sichere, stressfreie und zügige Fahrt im komplexen urbanen Verkehr. Die Öffentlichkeit muss erfahren, wie einfach und vielschichtig die Mobilitätsangebote heute schon sind und welche neuen Services es uns ermöglichen, den Alltag im Straßenverkehr so sicher und komfortabel wie möglich zu gestalten“, so Wissmann.

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