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Europäisches Forschungsprojekt zeigt großes Potenzial des vernetzten Fahrens

Berlin, 16. Juli 2014

„DRIVE C2X“-Feldtest: Car-to-X-Kommunikation steigert Verkehrssicherheit

Das Projekt „DRIVE C2X“ hat das vernetzte Fahren erstmalig umfassend auf europäischer Ebene in Feldtests untersucht. Die Testergebnisse des von der Europäischen Union kofinanzierten und von der Daimler AG koordinierten Projekts liefern die Grundlage für die europaweite Einführung dieser Technologie.  Mehr als 750  Autofahrer testeten in den vergangenen Monaten in Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Deutschland verschiedene Anwendungen, wie etwa die Verkehrsschilderwarnung oder den Ampelphasenassistenten.

„Die Technologie der Car-to-X-Kommunikation hat im Feldversuch sowohl unter Alltagsbedingungen als auch im Simulationslabor unter Extrembedingungen ihre Tauglichkeit bewiesen“, betonte Dr. Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der „DRIVE C2X“-Abschlussveranstaltung, die heute in Berlin stattfindet.

Bei Car-to-X-Kommunikation werden Straßenbetreiber, Infrastruktur, Fahrzeuge und Fahrer sowie  andere Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzt, um eine möglichst effiziente und sichere Fahrt zu ermöglichen. Mit dieser Technologie können Verkehrsteilnehmer in Verbindung mit Fahrerassistenzsystemen beispielsweise über Hindernisse auf der Straße, Gefahrenbremsungen vorausfahrender Wagen oder über die Verkehrslage an der nächsten Baustelle informiert werden.

Nach dem Projekt „simTD – Sichere Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland“, bei dem 2012 die Alltagstauglichkeit kooperativer Systeme auf Autobahnen, Bundesstraßen und städtischen Routen in und um Frankfurt am Main erstmalig unter realen Bedingungen getestet wurde, fand nun das europäische Projekt „DRIVE C2X“ seinen Abschluss.

Ergebnis: Mit dieser neuen Technologie können Verkehrssicherheit und  Effizienz gesteigert sowie die Emissionen gesenkt werden.  Die Untersuchungen zeigten überdies eine hohe Akzeptanz bei den  Nutzern. In den Tests reagierten alle Fahrerinnen und Fahrer wie erwartet  auf die Informationen und Warnungen des Systems. Die Funktionen Verkehrszeichenassistent/-warnung (IVS) und Wetterwarnung (WW) wiesen das größte Potenzial zur Vermeidung schwerer Unfälle auf.

Hochgerechnet auf eine theoretische Ausstattungsquote von 100 Prozent könnte schon die Funktion Verkehrszeichenassistent/-warnung im Durchschnitt 13 Prozent aller Verkehrsunfälle vermeiden. Die Funktion Wetterwarnung würde zu 5 Prozent weniger Verletzten im Straßenverkehr führen, so der vorgestellte Forschungsbericht.

„Die Nachfrage nach entsprechenden Diensten ist bereits jetzt ausgesprochen hoch. Wir gehen davon aus, dass mit wachsender Durchdringung der Flotten immer mehr Funktionen nutzbar sein werden – gerade was Sicherheit, Komfort, Effizienz und Verkehrsfluss angeht“, so Eichhorn. Voraussetzung dafür sei ein einheitlicher Standard der Infrastruktur und eine breite Markteinführung der fahrzeugseitigen Komponenten.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier: http://www.drive-c2x.eu

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