Pressemeldungen

Westeuropa mit leichtem Plus im August

Berlin, 17. September 2014

China mit zweistelligem Wachstum – Russland und Brasilien in schwieriger Verfassung

Die drei großen Pkw-Märkte zeigten sich im August auf Wachstumskurs, allerdings mit unterschiedlicher Geschwindigkeit: Während China um 10 Prozent zulegte und der US-Markt um 5 Prozent, verzeichnete Westeuropa lediglich ein leichtes Plus von 1 Prozent. Allerdings hatte dieser Monat in Europa einen Arbeitstag weniger als im Vorjahr.

Der westeuropäische Pkw-Markt stieg im August um gut 1 Prozent auf 640.300 Einheiten. Damit befindet sich Westeuropa nun seit zwölf Monaten auf Wachstumskurs. Die Top-5-Märkte boten jedoch kein einheitliches Bild: Der spanische Pkw-Markt legte zum siebten Mal in Folge zweistellig zu – die Neuzulassungen stiegen um knapp 14 Prozent. In Großbritannien war ein Plus von gut 9 Prozent zu verzeichnen. In Deutschland und Italien hingegen verblieb die Nachfrage knapp auf Vorjahresniveau. Frankreich musste ein Minus von 3 Prozent hinnehmen.

Positiv hingegen entwickelten sich die kleineren Pkw-Märkte in Westeuropa: In Irland (+32 Prozent), Portugal (+26 Prozent), Island (+16 Prozent), Luxemburg (+15 Prozent), Schweden (+12 Prozent) und Griechenland (+10 Prozent) wuchs die Pkw-Nachfrage jeweils zweistellig. In den ersten acht Monaten lag der westeuropäische Pkw-Markt insgesamt mit 8 Mio. Neufahrzeugen um gut 5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

In den neuen EU-Ländern verbuchten die Pkw-Neuzulassungen im August ein Plus von gut 9 Prozent auf 60.800 Neuwagen. Zweistellig wuchsen die Märkte in der Slowakei (+24 Prozent), in Lettland (+22 Prozent), Tschechien (+20 Prozent), Litauen (+16 Prozent) und Ungarn (+14 Prozent). Polen legte um knapp 5 Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich die Nachfrage in den neuen EU-Ländern um gut 16 Prozent auf 598.400 Einheiten.

Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stieg im August um gut 5 Prozent auf knapp 1,6 Mio. Einheiten. Weiterhin dominierte die Nachfrage nach Light-Trucks den Markt: Der Absatz wuchs um knapp 9 Prozent auf 831.000 Neufahrzeuge. Im bisherigen Jahresverlauf legten die Light-Truck-Verkäufe um über 9 Prozent auf 5,8 Mio. Einheiten zu. Die Pkw-Nachfrage stieg im August hingegen lediglich um 2 Prozent auf 748.000 Einheiten. In den ersten acht Monaten erhöhten sich die Pkw-Verkäufe leicht auf 5,3 Mio. Neuwagen (+1 Prozent). Insgesamt wuchs das Marktvolumen von Light Vehicles in den USA in den ersten acht Monaten um 5 Prozent auf gut 11,1 Mio. Einheiten.

In China wurden im August knapp 1,4 Mio. Neuwagen verkauft – fast 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erreichte der Neufahrzeugabsatz ein Volumen von rund 11,5 Mio. Einheiten – ein Plus von gut 13 Prozent.

Die in Japan im April erhöhte Mehrwertsteuer wirkt seither negativ auf die Pkw-Neuzulassungen. Im August ging der Pkw Markt mit 281.300 Einheiten um gut 9 Prozent zurück. In den ersten acht Monaten lag der Markt, bedingt durch Vorzieheffekte, mit gut 3,2 Mio. Einheiten noch um mehr als 7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der indische Pkw-Markt legte im vergangenen Monat zweistellig zu: Es wurden 213.900 neue Fahrzeuge verkauft – ein Plus von knapp 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf erreichte der Neuwagenabsatz mit 1,7 Mio. Einheiten nahezu Vorjahresniveau.

In Russland ging der Light-Vehicle-Absatz im August um gut ein Viertel zurück. Mit 172.000 Einheiten lagen die Neufahrzeugverkäufe um knapp 26 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Von Januar bis August sank der Absatz von neuen Light Vehicles um 12 Prozent auf rund 1,6 Mio. Einheiten.

Der brasilianische Light-Vehicle-Markt ist weiterhin in schwieriger Verfassung. Mit einem Minus von 17 Prozent fielen die Neuzulassungen im August auf 259.500 Einheiten. Seit Januar sank das Neuzulassungsvolumen um gut 9 Prozent auf 2,1 Mio. Fahrzeuge.

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen

  August 2014 Januar - August 2014
Personenkraftwagen *) Anzahl Veränderung 14/13 in % Anzahl Veränderung 14/13 in %
Europa (EU28+EFTA)* 701.100 1,8 8.636.600 5,8
Europäische Union (EU-28)* 669.400 2,1 8.336.200 6,0
Westeuropa (EU15+EFTA) 640.300 1,2 8.038.200 5,1
Neue EU-Länder (EU13)* 60.800 9,2 598.400 16,2
Russland** 172.000 -25,8 1.582.700 -12,1
USA** 1.579.000 5,4 11.132.200 5,0
Japan 281.300 -9,5 3.239.200 7,1
Brasilien** 259.500 -17,1 2.124.600 -9,5
Indien 213.900 12,5 1.704.300 -0,4
China 1.368.000 9,9 11.494.900 13,5
* ohne Malta
** Light Vehicles
Nach oben springen