Pressemeldungen

IAA Nutzfahrzeuge ist startklar – mit 322 Weltpremieren

Berlin, 19. September 2014

9 Prozent Plus: 2.066 Aussteller aus 45 Ländern auf der Welt-Leitmesse für Mobilität

„Die 65. IAA Nutzfahrzeuge ist startklar – die Besucher erwartet eine Vielzahl spannender Innovationen. Auf der weltweit wichtigsten Leitmesse für Mobilität, Transport und Logistik werden 322 Weltpremieren zu sehen sein. Die gesamte Welt des Nutzfahrzeugs trifft sich in Hannover. Auch die erneut um 9 Prozent höhere Präsenz ist mit 2.066 Ausstellern aus 45 Ländern sehr gut“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), kurz vor Beginn der IAA, die vom VDA veranstaltet wird. Die offizielle IAA-Eröffnungsfeier findet am 25. September 2014 mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, dem Oberbürgermeister von Hannover, Stefan Schostok, sowie dem VDA-Präsidenten vor über 600 hochrangigen Gästen statt. Vorgeschaltet sind der „Tag der Pressekonferenzen im CC“ am 23. September und der Pressetag am 24. September mit insgesamt 82 Pressekonferenzen.

„Natürlich stehen die neuen schweren Nutzfahrzeuge und Transporter im Mittelpunkt der IAA. Doch wie groß der Wertschöpfungsanteil der Zulieferer am Nutzfahrzeug ist, belegt eine weitere Zahl: Allein die Zulieferer zeigen auf dieser IAA 226 Weltpremieren – das entspricht einem Anteil von 70 Prozent. Auch die Hersteller von Anhängern, Aufbauten und Bussen sind mit vielen Neuheiten vertreten. Neben den 322 Weltpremieren werden auf der IAA 78 Europa- und 52 Deutschlandpremieren zu sehen sein“, unterstrich Wissmann.

 „Mit der geballten Innovationskraft, der hohen Ausstellerzahl und der weiter gestiegenen Internationalität sind alle Voraussetzungen gegeben, um die Position der IAA als größter und weltweit bedeutendster Leitmesse für Mobilität rund um das Nutzfahrzeug weiter auszubauen“, sagte der VDA-Präsident. Er wies darauf hin, dass die 1.216 internationalen Aussteller einem Anteil von 59 Prozent an allen Ausstellern entsprechen: „Das stellt einen neuen Höchstwert dar.“ Vor zwei Jahren lag der Anteil bei 55 Prozent. Die ausländischen Aussteller kommen aus 44 Ländern und belegen zusammen 38 Prozent der Gesamtfläche, die knapp 265.000 Quadratmeter umfasst und ebenfalls zugelegt hat.

Die Top-Ten-Liste der ausländischen Länderbeteiligungen wird erneut von China angeführt. Die Zahl der chinesischen Aussteller steigt um rund ein Drittel auf 200. Italien folgt mit 137 Ausstellern auf Platz 2, an dritter Stelle steht die Türkei mit 113 Ausstellern, gefolgt von den Niederlanden, Frankreich, Schweden, Polen, Großbritannien, den USA und Belgien. Wieder dabei sind die Länder Argentinien, Estland, Malaysia und Tunesien.

Drei Zukunftsthemen stehen auf der Leitmesse im Vordergrund, die sich auf die Begriffe Effizienz, Vernetzung und Flexibilität bringen lassen.

So weisen die neuen Euro-VI-Fahrzeuge gegenüber dem bisherigen Euro-V-Standard 80 Prozent weniger Stickoxid-Emissionen (NOx) und rund zwei Drittel weniger Feinstaubpartikel auf. Wissmann: „Der Euro-VI-Lkw ist damit in der Tat ein ‚Saubermann‘ geworden.“ Gleichzeitig sei es Herstellern und Zulieferern gelungen, den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen sogar leicht zu senken. Dieser „technologische Kraftakt“ stelle einen wesentlichen Effizienzsteigerung dar und sei mit hohem Investitionsaufwand erreicht worden. Künftig gehe es, so Wissmann, vor allem um weitere Verbrauchsreduktionen. Eine erneute Absenkung der kaum noch messbaren Schadstoffemissionen mache ökonomisch und ökologisch wenig Sinn. Aerodynamik, Leichtbau, Fahrerschulung seien die Stichworte, um bei CO2 voranzukommen. Auch die Politik sei gefordert, um den Straßengüterverkehr noch effizienter und ressourcenschonender zu machen. Der VDA-Präsident verwies auf die erfreulichen Zwischenergebnisse aus dem Feldversuch Lang-Lkw.

„Ein ganz wesentlicher Schwerpunkt dieser IAA ist die Vernetzung. Das Nutzfahrzeug der Zukunft wird stets ‚online‘ sein, mit anderen Fahrzeugen kommunizieren, mit dem Transportunternehmen und natürlich mit dem Kunden“, erläuterte Wissmann. Die Vernetzung biete auch in der Logistik enorme Chancen. Die bereits bestehenden Assistenzsysteme würden konsequent erweitert. Im nächsten Jahrzehnt werden auf klar definierten Strecken, etwa auf Autobahnabschnitten, aller Voraussicht nach bereits hoch-automatisierte Nutzfahrzeuge fahren können: „Das entlastet den Fahrer von ermüdenden Routineaufgaben und steigert dadurch die Verkehrssicherheit“, sagte Wissmann.

Der große Vorteil des Nutzfahrzeugs bestehe – verglichen mit anderen Verkehrsträgern – schon seit jeher in seiner hohen Flexibilität. Nur das Nutzfahrzeug liefere Güter von Tür zu Tür. So sei die Zahl der jährlichen Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen in Deutschland auf 2,7 Milliarden gestiegen. „Diese IAA zeigt auch, wie wichtig das Nutzfahrzeug für jeden einzelnen Bürger ist – im täglichen Leben“, betonte Wissmann.

Darüber hinaus wird die IAA geprägt durch zahlreiche Sonderschauen und -aktionen, u. a. Probefahrten mit 21 Elektrofahrzeugen auf dem Messegelände sowie mit 54 herkömmlichen Nutzfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr. Auf der „Innovationsbühne“ (auf dem Freigelände nördlich Halle 26) werden Nutzfahrzeuge „in action“ zu erleben sein. Bei diesen Fahrvorführungen geht es um Sicherheit im Straßenverkehr, Transporteffizienz, umwelt- und klimafreundliche Antriebssysteme einschließlich Elektroantriebe sowie Vernetzung und den Einsatz von intelligenten Assistenzsystemen. Weitere Highlights seien die zahlreichen historischen Lkw, US-Trucks, Omnibusse, Baumaschinen und Anhänger, die in Halle 22 präsentiert werden.

Die IAA ist zudem eine große Recruiting-Messe. Mit WorkING, GoING und erstmals „job and career“ werden geeignete Plattformen für Schüler und Studenten zum Kennenlernen der spannenden Berufschancen in der Nutzfahrzeugindustrie und im Transportgewerbe geboten. Etwa 30 Fachveranstaltungen runden das IAA-Programm ab und unterstreichen, dass die IAA auch ein großer Kongress ist, auf dem alle relevanten Zukunftsthemen um das Nutzfahrzeug kompetent diskutiert werden. Dazu gehören auch die „IAA-Klassiker“ Gefahrguttag oder das Symposium zur Ladungssicherung. Mit dem „China-Day“, dem „Indien-Tag“ und dem „Türkei-Tag“ hat die IAA zudem drei Länderschwerpunkte.

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