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Wissmann: Die Zeit drängt – Elektromobilität braucht passende Rahmenbedingungen

Berlin, 24. September 2014

Kabinett beschließt Elektromobilitätsgesetz

„Die beschlossenen Maßnahmen können der Elektromobilität einen Schub geben. Durch die eindeutige Kennzeichnung von E-Modellen werden die Fahrzeuge im Straßenverkehr sichtbar. Die Öffnung von Busspuren oder kostenlose Parkräume machen das elektrische Fahren attraktiv“, kommentierte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), den heutigen Kabinettsbeschluss zum Elektromobilitätsgesetz. „Damit diese Anreize die Kunden überzeugen, müssen sie bundesweit gelten. Deswegen kommt es hier auf ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden an.“

Wissmann wies darauf hin, dass das Gesetz schnell in Kraft treten sollte. „Das ist ein erster richtiger Schritt, dem weitere folgen müssen“, betonte der VDA-Präsident. So sollten die Forschungs- und Entwicklungsprojekte wie bisher fortgeführt und Ausbildung und Qualifizierung vorangetrieben werden. Wissmann weiter: „Deutschland ist bei der Elektromobilität gut aufgestellt. In keinem anderen Land haben Autokäufer eine so große Auswahl an Elektromodellen. Internationale Bewertungen zeigen: Die deutsche Automobilindustrie steht unter den Anbieternationen für Elektroautos auf der Pole Position.“ Bis Ende des Jahres werden 17 Serienmodelle aus deutscher Produktion auf dem Markt sein. 2015 folgen weitere zwölf.

Auf dem Weg zum Leitmarkt müsse Deutschland hingegen im Vergleich zu manchem internationalen Wettbewerber noch Boden gut machen, so Wissmann. „Damit die Elektromobilität richtig Fahrt aufnimmt, sollte die Politik den Hebel zuerst bei den Firmenwagen ansetzen. So sollten etwa Unternehmen, die E-Autos anschaffen, intelligente Abschreibungsmöglichkeiten nutzen können. Die Kosten sollten sich im ersten Jahr zu 50 Prozent von der Steuer absetzen lassen, so die Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität. Es wäre gut, wenn die Entscheidung darüber spätestens bis Mitte 2015 fallen würde. Denn gerade im gewerblichen Bereich, der rund 60 Prozent des Neuwagenmarktes ausmacht, können Elektrofahrzeuge besonders sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden. Damit der Markthochlauf gelingt, sollte zudem die öffentliche Hand bei der Erneuerung ihrer eigenen Fuhrparks mit gutem Beispiel vorangehen“, forderte Wissmann.

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