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Mittelstandstag des VDA

Der 14. VDA-Mittelstandstag fand am 22. und 23. Mai 2014 unter dem Motto „Premium – Global – Standortverbunden: Wohin geht die Reise der mittelständischen Zulieferindustrie?“ in Bonn statt.

Rückschau

22. - 23. Mai 2014

Kameha Grand Hotel, Bonn

Der 14. VDA-Mittelstandstag fand am 22. und 23. Mai 2014 unter dem Motto „Premium – Global – Standortverbunden: Wohin geht die Reise der mittelständischen Zulieferindustrie?“ in Bonn statt. Auf der Veranstaltung, die von Arndt G. Kirchhoff, dem Vorsitzenden des VDA-Mittelstandskreises und CEO der Kirchhoff Holding GmbH eröffnet wurde, sprachen neben VDA-Präsident Matthias Wissmann der Vorsitzende des Vorstands der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, Matthias Müller, Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender des Vorstandes der ElringKlinger AG, Franz Fehrenbach, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Robert Bosch GmbH, und Herbert Reul, MdEP, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Ergänzt wurde der Mittelstandstag durch drei parallel stattfindende Workshops, die sich reger Beteiligung erfreuten.

Obwohl die angespannten Märkte in Europa und der Druck zur Internationalisierung für weiter wachsenden Wettbewerb gerade bei mittelständischen Zulieferern sorgen, „haben die deutschen Zulieferer in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld im Jahr 2013 ihre heimischen Standorte behauptet. Mit 291.000 Beschäftigten im Zuliefersektor lag der Wert auf Vorjahresniveau“, unterstrich VDA-Präsident Wissmann. Doch sei diese starke Position der Unternehmen keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse jeden Tag neu erarbeitet werden. Mit Blick auf die Brüsseler Politik sagte Wissmann: „Gerade unsere kleinen und mittelständischen Betriebe sind darauf angewiesen, dass der politische Wind aus einer verlässlichen Richtung kommt. Brüsseler Entscheidungen und Gesetze seien häufig zu wenig innovationsorientiert und kosteneffizient, Zielkonflikte fast schon die Regel. „Hier wäre eine bessere Abstimmung wünschenswert. Insbesondere müssen Energie-, Klima- und Umweltpolitik besser mit einer Stärkung der industriellen Basis in Einklang gebracht werden. Wir brauchen auch eine gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung“, forderte Wissmann.

Wissmann wies auf den Standortfaktor Energiekosten hin und betonte die Notwendigkeit von Flexibilität, um Beschäftigung am Standort Deutschland mit seinen hohen Arbeitskosten zu sichern. Zudem würden die „zentralen Zukunftsthemen“, der demographische Wandel, eine solide Altersvorsorge und ein wachsender Fachkräftemangel, durch die abschlagsfreie Rente mit 63 nicht gelöst.

Innovation und Globalisierung sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Automobil- und Zulieferindustrie und der mittelständischen Unternehmen – so der Tenor des 14. Mittelstandstages. Der deutsche Mittelstand muss sich nicht nur international aufstellen, sondern auch gleichzeitig seine heimischen Standorte sichern. Beides ist unverzichtbar, wenn die strukturellen Stärken des Mittelstands nicht gefährdet werden sollen.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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