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Zahlen und Daten

Zahlen und Daten - Übersicht

Im abgelaufenen Jahr hat die deutsche Automobilindustrie ihren Umsatz gegenüber 2012 um ein gutes Prozent gesteigert und insgesamt 361,6 Mrd. Euro erlöst. Damit hat der Gesamtumsatz 2013 einen neuen Höchststand erreicht.

Umsätze 2013: stabil

Im abgelaufenen Jahr hat die deutsche Automobilindustrie ihren Umsatz gegenüber 2012 um ein gutes Prozent gesteigert und insgesamt 361,6 Mrd. Euro erlöst. Damit hat der Gesamtumsatz 2013 einen neuen Höchststand erreicht. Diese positive Entwicklung wurde vor allem durch den Auslandsumsatz getragen. Hier stiegen die Erlöse um 3 Prozent und erreichten einen Wert von 234,6 Mrd. Euro. Das entspricht knapp zwei Dritteln des Gesamtumsatzes. Im Inland erlösten die Betriebe mit 126,9 Mrd. Euro knapp 1 Prozent weniger als 2012. Dieser Trend hin zu einer zunehmenden Internationalisierung unterstreicht die starke Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie.

Deutsche Automobilhersteller: weiterhin stark

Auch die Erlöse der deutschen OEM übertrafen im vergangenen Jahr das Vorjahresniveau um knapp 1 Prozent und bezifferten sich auf 283,1 Mrd. Euro. Die Betriebe der Herstellergruppe I sind damit für 78 Prozent der Gesamterlöse der deutschen Automobilindustrie verantwortlich. Im Zusammenhang mit dem sinkenden Pkw-Absatz im Inland verringerte sich in Deutschland der Umsatz um 3 Prozent auf 78,1 Mrd. Euro. Demgegenüber kletterte der Auslandsumsatz um 2 Prozent nach oben und übertraf nach 2012 abermals die 200-Mrd.-Euro-Marke (205,0 Mrd. Euro).

Zulieferer: Wachstum im In- und Ausland

Die Betriebe der deutschen Kfz-Teile-Industrie können insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken. Im vergangenen Jahr erreichte der Gesamtumsatz der Herstellergruppe III einen neuen Rekord. Insgesamt erlösten die Zulieferer 69,9 Mrd. Euro, sie steigerten damit ihren Umsatz um 2 Prozent. Dabei legten sowohl Inlands- als auch Auslandsumsatz zu. Im Inland setzten die Betriebe mit 44,6 Mrd. Euro gut 2 Prozent mehr als 2012 um. Die Erlöse aus dem Ausland beliefen sich auf 25,4 Mrd. Euro und stiegen mit gut 3 Prozent leicht stärker als der Inlandsumsatz.

Forschung und Entwicklung – Grundlage internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Auch 2013 hat die Automobilindustrie ihre Position als forschungsstärkste Branche in Deutschland gefestigt. Mit internen Aufwendungen in Höhe von 18,3 Mrd. Euro (+5 Prozent gegenüber Vorjahr) steuerte sie ein Drittel zu den gesamtwirtschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben bei. Vorrangig ging es dabei um Technologien zur Emissionsreduktion sowie die Vernetzung des Fahrzeugs mit seiner Umgebung und dem Internet. Abgesehen von den „internen“ Forschungsausgaben vergeben die Unternehmen auch in erheblichem Umfang Aufträge nach außen. Diese sogenannten „externen“ F&E-Ausgaben beliefen sich im Jahr 2012 auf 6,1 Mrd. Euro – knapp die Hälfte der ausgelagerten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen der deutschen Wirtschaft. Dieser hohe Anteil unterstreicht die intensiven Verflechtungen zwischen den Unternehmen und den verschiedenen Stufen der automobilen Wertschöpfungskette.

Darüber hinaus hat sich in unserer Industrie auch der positive Trend beim F&E-Personal fortgesetzt. Die Anzahl der Beschäftigten in diesem Bereich lag 2012 bei 93.500 (+3 Prozent). Damit arbeitet jeder vierte F&E-Beschäftigte der deutschen Wirtschaft bei einem Unternehmen der Automobilindustrie. Als weitere Säule neben diesen Inlandsaktivitäten bauen die Unternehmen zunehmend Forschungskapazitäten im Ausland auf. Im Jahr 2012 steigerten sie ihre Ausgaben um 14 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro und somit deutlich stärker als im Inland (+6 Prozent). Der Auslandsanteil an den gesamten F&E-Ausgaben lag bei knapp 37 Prozent (vergleiche 2011: 35 Prozent). Es ist erkennbar, dass die Forschung der Produktion auf den Wachstumsmärkten folgt.

Beschäftigungssituation: weiterhin erfreulich

Trotz der Absatzschwäche in Europa konnte die deutsche Automobilindustrie ihre Beschäftigung sogar leicht erhöhen. Im Jahresdurchschnitt 2013 stieg die Anzahl der Beschäftigten in den drei Herstellergruppen um 2 Prozent auf 756.000. Damit sind seit 2010 zusätzlich rund 54.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland entstanden. In diesen Zahlen sind nur feste Arbeitsverhältnisse von Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst. Auch hier gilt, dass die Auslandsfertigung dynamischer wächst als die Inlandsproduktion und neue Produktionsstätten der deutschen Automobilkonzerne vor allem in den Wachstumsmärkten entstehen. Die dennoch positive Beschäftigungsentwicklung in Deutschland belegt einmal mehr die Tatsache, dass die zunehmende Auslandsproduktion auch bestehende Arbeitsplätze im Inland sichert und neue schafft.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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