Zahlen und Daten

Zahlen und Daten

Die Automobilindustrie am Standort Deutschland kann insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Sie konnte ihren Umsatz auf 422,8 Mrd. Euro steigern und hat damit ein neues Rekordniveau erreicht.

Umsätze 2017: Automobilindustrie trotzt Gegenwind und erreicht Rekordumsatz

In einem schwierigen Umfeld, etwa im Zusammenhang mit dem Diesel oder dem Brexit, konnte sich die Automobilindustrie am Standort Deutschland gut behaupten und ein erfreuliches Résumé für das Jahr 2017 ziehen. Die Betriebe erlösten im abgelaufenen Kalenderjahr 422,8 Mrd. Euro und steigerten ihren Umsatz um gut 4 Prozent – ein neuer Höchststand. Besonders stark entwickelten sich dabei die Exporterlöse (+6 Prozent). Diese erreichten einen Wert von 271,7 Mrd. Euro. Darunter entwickelte sich – befeuert durch die Marktentwicklung in Europa – der Umsatz mit der Eurozone besonders dynamisch (+9 Prozent). Die Umsätze mit den  inländischen Kunden legten ebenfalls zu (+2 Prozent) und bezifferten sich auf 151,0 Mrd. Euro.

Deutsche Automobilhersteller: Deutsche Autos international weiter hoch im Kurs

Die Erlöse der Hersteller von Kraftwagen und Motoren stiegen 2017 um starke 5 Prozent auf 331,3 Mrd. Euro. Dabei setzten sie 97,2 Mrd. Euro im Inland um (+1 Prozent). Die Exporterlöse lagen bei 234,2 Mrd. Euro und legten damit um 6 Prozent zu. Dies zeigt, dass Pkw Made in Germany sich international weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Den größten Anteil daran hatte das Geschäft außerhalb des Euroraums mit 164,5 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 4 Prozent. Die Umsätze mit der Eurozone legten im abgelaufenen Jahr sogar zweistellig auf 69,6 Mrd. Euro zu (+10 Prozent).

Zulieferer: Nahe der 80 Milliarden-Marke

Im Jahr 2017 konnten die Automobilzulieferer ihren Umsatz um gut 4 Prozent steigern. Sie erlösten 79,6 Mrd. Euro. Dabei legte das Geschäft mit den ausländischen Kunden besonders stark zu (+7 Prozent). Die Exporterlöse beliefen sich auf 31,6 Mrd. Euro. Aber auch der Inlandsumsatz wurde gesteigert (+3 Prozent) und erreichten einen Wert von 48,0 Mrd. Euro. Unter den Zulieferern übertrafen die Hersteller von elektrischen und elektronischen Ausrüstungen für Kraftwagen den Umsatz aus dem Vorjahr um stolze 21 Prozent (9,8 Mrd. Euro). Die Hersteller von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen erlösten mit 69,9 Mrd. den Löwenanteil der Kfz-Zulieferindustrie (+2 Prozent).

Beschäftigung

Die Automobilindustrie leistete im vergangenen Jahr erneut einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Stammbelegschaften in ihren Betrieben am Standort Deutschland sind weiter gewachsen. Im Vergleich zu 2016 stieg die Zahl der Mitarbeiter im Jahresmittel um 11.500 Beschäftigte auf 819.996. Gegenüber dem Jahr 2010 schufen die Unternehmen der Automobilindustrie mehr als 118.400 neue Arbeitsplätze. Damit ist inzwischen das höchste Niveau seit 1991 erreicht.

Alle drei Herstellergruppen verbuchten im vergangenen Jahr ein Beschäftigungswachstum. Bei den Fahrzeugherstellern legte die Beschäftigung um knapp 2 Prozent bzw. um 8.600 auf insgesamt 479.858 Beschäftigte zu. Die deutschen Zulieferbetriebe vereinten 304.949 Personen in ihren Stammbelegschaften. Gegenüber dem Jahr 2016 entspricht dies einem Zuwachs um 2.550 Beschäftigte. Bei den Herstellern von Anhängern und Aufbauten gab es einen Zuwachs um 2 Prozent auf 35.188.

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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