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BDI-Positionspapier: Szenarien und steuerpolitische Maßnahmen nach der Corona-Krise

Berlin, 22.04.2020

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat in seinem Positionspapier vier Stufen der Corona-Krise definiert und darauf basierend umfassende wirtschaftspolitische Maßnahmen für eine rasche Erholung der Industrie vorgeschlagen. Die Positionen des VDA sind in dieses Papier eingeflossen.

Der BDI plädiert dafür, dass die Krise zunehmend aus wirtschaftspolitischer Sicht mit einschneidenden mittel- und langfristigen Folgen in den Blick genommen wird. Nach der Eindämmung von COVID-19 kommt es laut BDI auf das stufenweise Hochfahren aller wirtschaftlichen Aktivitäten an, da der Neustart eine große Herausforderung für die gesamte Industrie darstellt. Gestörte Wertschöpfungsketten müssen wiederhergestellt werden. Die industrielle Produktion muss unter strengen Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen wieder hochgefahren werden, um Neuinfektionen in größerem Ausmaß zu vermeiden. Der BDI warnt deshalb: Ein erneuter Shutdown hätte unabsehbare Folgen. All das gelingt nur, wenn es eine europaweit enge Koordinierung und Abstimmung gibt. Der VDA unterstützt diese Position ausdrücklich, da die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie international agieren und auf europaweit einheitliche Richtlinien und stabile Lieferketten angewiesen sind.

Im Positionspapier wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass gezielte Impulse für eine stärkere Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen aufgrund des aktuellen Nachfrage-Einbruchs denkbar sind. VDA-Präsidentin und designierte BDI-Vizepräsidentin Hildegard Müller betont: "Klar ist, dass konjunkturelle Impulse einen wichtigen Beitrag zum Wiederhochlaufen der Automobilindustrie und damit auch zur Belebung der gesamtwirtschaftliche Nachfrage leisten können. Es muss aber sorgfältig diskutiert werden, welche Instrumente konkret notwendig und wirkungsvoll sind. Das lässt sich nach der Öffnung der Autohäuser abschätzen, die ja nun schrittweise erfolgt. Wir werden daher bald sehen können, wie sich die Kunden verhalten. Erst im Herbst über entsprechende Maßnahmen zu diskutieren wäre sicher zu spät."

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