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OICA: Corona-Krise könnte größte Krise für Autoindustrie werden

Berlin, 07. April 2020.

Die Corona-Krise könnte zur größten Herausforderung werden, die die globale Automobilindustrie jemals meistern musste, sagt OICA-Präsident Fu Binfeng. Die Unternehmen in der globalen Automobilindustrie haben zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in weiten Teilen der Welt ihre Produktion heruntergefahren oder komplett eingestellt.

Fu betonte in seinem ersten Statement zur Corona-Krise: "Die Mitglieder der OICA stehen in einem konstruktiven Dialog mit ihren jeweiligen Behörden und Partnern, um die Auswirkungen der Krise abzufedern und eine rasche Erholung des Sektors, der einen wichtigen Beitrag zur Weltwirtschaft und zum Wohlstand leistet, zu gewährleisten. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Weltautomobilindustrie, wie sie es bereits mehrfach in der Vergangenheit getan hat, ihre Bedeutung, ihre Stärke und ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellen wird."

Das Hochfahren der Produktion und das damit verbundene Sicherstellen der globalen Lieferketten wird eine weitere Herausforderung nach der eigentlichen Corona-Krise. VDA-Präsidentin Hildegard Müller plädiert daher für einen europaweit koordinierten, strukturierten Hochlauf: "Die Politik wird frühestens nach Ostern über eine mögliche Aufhebung der Beschränkungen entscheiden, sie sollte sich dabei in der EU abstimmen. Erst danach kann das komplexe Produktionssystem mit seinen Lieferketten wieder "hochgefahren" werden. Und nicht zuletzt müssen wir unter anderem auch wissen, wie sich die Nachfrage entwickelt und welche konjunkturellen Impulse dafür nötig sind. Es muss zudem gesichert sein, dass Kfz-Händler wieder Neu- und Gebrauchtwagen verkaufen können und die Zulassungsstellen wieder arbeiten."

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