] Strukturierter Hochlauf für Wachstum nach der Krise - VDA
Automobilindustrie und Märkte

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Ein Hochlauf muss strukturiert geplant werden, damit die deutsche Automobilindustrie nach der Corona-Krise für wirtschaftliches Wachstum sorgen kann: "Wir sitzen alle im selben Boot"

Berlin, 03. April 2020. 

"Das Gespräch im Bundeskanzleramt mit Vertretern der Bundesregierung, der Automobilindustrie und den Gewerkschaften war gut und konstruktiv", fasst VDA-Präsidentin Hildegard Müller die Beratungen am Mittwochabend (1.4.2020) zur Corona-Krise zusammen. Dabei ging es um die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die für eine Vorbereitung des Hochlaufs der Produktion in der Automobilindustrie notwendig sind.

Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesministern war dabei unter anderem erörtert worden, ob und wie die Hilfen der Bundesregierung bei den Unternehmen ankommen. Hier ist insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Bankensektor wichtig.

"Wir haben über die konkreten Herausforderungen gesprochen, um aus dieser Krise herauszukommen und eine Aufgabenverteilung festgelegt, um Lösungen zu erarbeiten", erklärte Hildegard Müller die festgelegten Arbeitsaufträge. "Wir sitzen alle im selben Boot und müssen gemeinsam schauen, wie wir es wieder flott bekommen", sagte sie. Der VDA wird seine Mitglieder dabei natürlich intensiv einbinden.

Die Corona-Krise sei eine Herausforderung für die gesamte Staatengemeinschaft, für jeden Einzelnen und natürlich auch für die Wirtschaft. Große Sorgen gibt es dabei insbesondere auch um den Zustand der EU und die schwierige Lage in einigen Mitgliedsstaaten.

Die Automobilindustrie befindet sich dabei in einer besonderen Situation: "Wir haben die Herausforderungen durch Corona wie alle anderen Branchen und befinden uns zusätzlich in einem äußerst fordernden Transformationsprozess."

In der aktuellen Situation ist es vor allem wichtig, die Liquidität der Unternehmen zu sichern, vor allem im Fall von kleineren und mittleren Betrieben, die im bestehenden Hilfspaket noch nicht ausreichend berücksichtigt sind, oder bei denen die beschlossenen Hilfen, z.B. wegen Problemen mit den Banken noch nicht entsprechend ankommen. "Wir haben die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge begrüßt, notwendig wäre ein solcher Schritt auch bei der Lohnsteuer oder anderen liquiditätserhaltenden Maßnahmen", forderte Hildegard Müller. Die Probleme mit den Banken wurden durch den VDA ebenfalls adressiert.

Die Hoffnung einen Termin für den Hochlauf der Produktion in der Automobilindustrie zu nennen, sei leider noch verfrüht, erklärte die VDA-Präsidentin. Erst einmal wird die Politik frühestens nach Ostern über eine mögliche Aufhebung der Beschränkungen entscheiden, sie sollte sich dabei in der EU abstimmen. Erst danach kann das komplexe Produktionssystem mit seinen Lieferketten wieder "hochgefahren" werden. Und nicht zuletzt müssen wir unter anderem auch wissen, wie sich die Nachfrage entwickelt und welche konjunkturellen Impulse dafür nötig sind. Es muss zudem gesichert sein, dass Kfz-Händler wieder Neu- und Gebrauchtwagen verkaufen können und die Zulassungsstellen wieder arbeiten.

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