] Wiederanlauf der Produktion in Mexiko<br/> - VDA
Automobilindustrie und Märkte

Coronavirus-Service

Durch die Ausbreitung des Coronavirus muss die Automobilindustrie mit Auswirkungen auf die Produktion rechnen. Gleichzeitig ist bei vielen Unternehmen der Lieferkette der Wunsch nach mehr Informationen und Abstimmung vorhanden. Der VDA hat deshalb eine interne Taskforce eingerichtet, die das Wissen und die in der Industrie vorhandenen Informationen bündelt und gleichzeitig dafür sorgt, dass Fragen der Mitglieder zeitnah und sachlich beantwortet werden können. Auch stellt der VDA Sprechfähigkeit gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit her.

Wiederanlauf der Produktion in Mexiko

Mexiko hat, wie viele andere Länder auch, im Zuge der COVID-19-Pandemie im März umfangreiche Maßnahmen vorgenommen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So galt seit März ein Produktionsverbot für nicht essenzielle Branchen, das auch die Automobilindustrie betraf. Da Mexiko ein wichtiger Produktionsstandort für die globalen Hersteller und Zulieferer ist, war das Produktionsverbot eine besondere Herausforderung insbesondere für die internationalen Lieferketten.

Nun hat die mexikanische Regierung Lockerungen vorgenommen. Die aktuellen Regeln sehen vor:

  • Betriebe der Automobilproduktion, inklusive der Zulieferer, wurden am 13. Mai 2020 als "essenziell" eingestuft.
  • Als "essenzielle" Industrie hat die Automobilindustrie (nicht der Verkauf!) grundsätzlich ab dem 1. Juni 2020 die Erlaubnis, die Produktion wieder aufzunehmen. Die Erlaubnis gilt dann unabhängig von der COVID-19-Ausbreitung in der Region, in der ein Unternehmen tätig ist.
  • Für den Pkw-Verkauf gilt: Die Öffnung der Autohäuser wird regional von den jeweiligen COVID-19-Zahlen abhängen. Dafür tritt am 1. Juni ein  Ampelsystem in Kraft. Dies regelt je nach Gesundheitslage die Reaktivierung der als nicht essenziell eingestuften Geschäftsbereiche. 
  • In der Zeit vom 18. bis 31. Mai sollen die Unternehmen ihre Betriebsstätten vorbereiten, sodass die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter eingehalten werden.
  • Im Falle erfolgreicher Zertifizierung kann bereits vor dem 1. Juni und damit ab dem 18. Mai 2020 produziert werden.
  • Das Prinzip der Selbstzertifizierung nach den jetzt veröffentlichten Vorgaben bleibt bestehen. Die Unternehmen müssen die Information zur Selbstzertifizierung auf eine Webseite der Regierung (www.gob.mx/nuevanormalidad) hochladen.
  • Die Unternehmen erhalten danach vom staatlichen Sozialversicherungsinstitut (IMSS) eine "Quittung" zur Ablieferung der Unterlagen und innerhalb von 72 Stunden eine Antwort, d.h. entweder Freigabe oder gegebenenfalls eine Anforderung für die Nachlieferung von weiteren Informationen, so die Informationen der Außenhandelskammer (AHK).

Für den Wiedereinstieg in die Produktion hat sich der VDA mit Unterstützung des deutschen Botschafters in Mexiko, des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Wirtschaft sowie der AHK vor Ort in Mexiko auch direkt gegenüber der mexikanischen Regierung eingesetzt. Unser Dank gilt allen, die sich hier persönlich und mit großem Engagement eingesetzt haben.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller hatte sich persönlich u.a. an die mexikanische Wirtschaftsministerin Dr. Graciela Márquez Colín gewandt. Die VDA-Aktivitäten wurden mit den mexikanischen Schwesterverbänden INA, AMIA und ANPACT eng abgestimmt, zudem wurde mit den US-Verbänden kooperiert. Der mexikanischen Seite waren Informationen über die Maßnahmen der deutschen Unternehmen zur Vermeidung von Infektionen besonders wichtig, die der VDA gerne bereitgestellt hat.

Für die vielen Informationen danken wir zudem unseren Mitgliedern, die nun hoffentlich Ihre Aktivitäten in Mexiko wieder starten können. Die Mitglieder des VDA betreiben mehr als 160 Produktionsstätten in Mexiko und beschäftigen dort rund 100.000 Menschen. Über Feedback aus den Unternehmen würden wir uns freuen, gerne auch bei Problemen, bei denen wir unterstützen können.

Weitere Informationen beim VDA erhalten Sie bei Angela Mans, Leiterin Außenwirtschaft, E-Mail: angela.mans@vda.de.

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