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    Automobilindustrie

    Volkswirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie

    Die deutsche Automobilindustrie ist eine der innovativsten der Welt – und somit in vielerlei Hinsicht der wichtigste Treiber der deutschen Wirtschaft.

    Die deutsche Automobilindustrie ist eine der innovativsten der Welt – und somit in vielerlei Hinsicht der wichtigste Treiber der deutschen Wirtschaft.

    Umsatzstärkste Industriebranche

    Die deutsche Automobilindustrie ist die Herzkammer der deutschen Industrie. Von allen Industriebranchen ist sie die mit Abstand umsatzstärkste, forschungsstärkste und exportstärkste und erzeugt Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung auch in zahlreichen anderen Branchen.

    Traditionell ist in Deutschland die Automobilindustrie die bei Weitem umsatzstärkste Industriebranche. Im Vor-Corona-Jahr 2019 betrug ihr Umsatz 438,8 Milliarden Euro (Umsatz aus der inländischen Produktion). Auf Platz zwei folgt traditionell die Maschinenbauindustrie. Sie kam auf einen Umsatz von 257 Milliarden Euro.

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    Beschäftigungsmotor für 833.000 Beschäftigte

    Im Jahr 2019 zählte die Automobilindustrie in Deutschland 833.000 Beschäftigte. Hier steht sie hinter dem Maschinenbau traditionell auf Platz zwei. Dieser zählte im Jahr 2019 rund 1.089.000 Beschäftigte.

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    Vor- und nachgelagerte Beschäftigungseffekte

    Durch die Komplexität ihres Vorleistungsnetzwerks erzeugt die Automobilindustrie Wertschöpfung und Beschäftigung darüber hinaus in zahlreichen anderen Wirtschaftsbranchen, wie beispielsweise in den Bereichen Metallerzeugnisse (Karosserie, Antriebsstrang) und Gummi- und Kunststoffwaren (etwa Reifen), aber auch im Dienstleistungssektor, wie zum Beispiel bei „wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (etwa Kongressveranstaltern), bei Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen oder bei Sicherheitsdienstleistungen. Die in diesen Branchen auf die Nachfrage der Automobilindustrie zurückgehende Beschäftigung beläuft sich auf rund 660.000 Beschäftigte.

    Hinzu kommen noch 640.000 Beschäftigte in den nachgelagerten Wirtschaftsbranchen Automobilhandel und Aftermarket (Instandhaltung und Reparaturen).

    Überdurchschnittlich gute Bezahlung

    Für ihre gute Arbeit werden die Beschäftigten in der Automobilindustrie auch gut bezahlt. Im produzierenden Gewerbe als Ganzem liegt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst mit 54.718 Euro schon deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (2019). Speziell in der Automobilindustrie beträgt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst sogar 71.261 Euro. Entsprechend tragen die Beschäftigten der Automobilindustrie auch weit überdurchschnittlich zum Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen des Staates bei.

    Forschungsstärkste Branche der gesamten Wirtschaft

    Die Automobilindustrie ist zudem die mit Abstand forschungsstärkste Branche in Deutschland. Im Jahr 2019 investierte sie 28,253 Milliarden Euro an internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E). Das sind 37 Prozent der F&E-Aufwendungen der gesamten deutschen Wirtschaft. Erst mit großem Abstand folgt auf Platz zwei die Branche „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ mit F&E-Aufwendungen von 8,721 Milliarden Euro.

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    Exportstärkste Branche der gesamten Wirtschaft

    Auch bei Deutschlands Exporten belegt die Automobilindustrie den ersten Platz. Traditionell sind Kraftfahrzeuge Deutschlands wichtigstes Exportgut. Im Jahr 2019 wurden Kraftfahrzeuge im Wert von 225 Milliarden Euro in alle Welt exportiert. Das machte knapp 17 Prozent der gesamten deutschen Exporte aus.

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    Ansprechpartner

    Dr. Volker Schott

    Leiter Gesamtwirtschaftliche Konjunktur, volkswirtschaftliche Analysen

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