Innovation und Technik

48-Volt-Bordnetz

Das 48-Volt-Bordnetz kann größere Energiemengen übertragen.

Das 48-Volt-Bordnetz

Um dem wachsenden Energiebedarf der Fahrzeuge gerecht zu werden, befasst sich der VDA seit 1997 mit Fragen zu einer höheren Bordnetzspannung. Die ersten Überlegungen gingen von einem 42-Volt-Bordnetz aus. Letztendlich wird in naher Zukunft ein 48-Volt-Bordnetz Einzug in die Fahrzeuge halten. Die technische Ausstattung der Fahrzeuge verändert sich stetig und sehr schnell. Viele einst mechanisch ausgeführte Funktionen werden bereits seit vielen Jahren elektrisch ausgeführt. Mit der zunehmenden Elektrifizierung im Fahrzeug sind die 12-Volt-Bordnetze nun allerdings an der Grenze ihrer Möglichkeiten angelangt. Deshalb haben die Pkw-Hersteller zusammen mit den Zulieferern ein 48-Volt-Bordnetz entwickelt. Die Bremsenergie-Rückgewinnung und die Start-Stopp-Systeme sind Treiber der 48-Volt-Technologie. Diese bietet die Möglichkeit, größere Energiemengen zu übertragen.

Das 48-Volt-Bordnetz bietet auch die Basis für den Hybridantrieb. Mit der stärkeren Kilowatt-Leistung lassen sich Funktionen wie elektrisches Anfahren, Boosten, Stauschieben, Einparken oder eine leistungsfähige Wiedergewinnung der Energie (Rekuperation) realisieren. Manche Systeme lassen sich erst mit dieser höheren Spannung sinnvoll elektrifizieren – zum Beispiel Klimaanlagen, aktive Fahrwerkregelungen, leistungsfähige Heizsysteme oder ein elektrischer Turbolader. Dies steigert nicht nur die Effizienz der Fahrzeuge, sondern auch Komfort und Sicherheit. 2015 wird der Serienstart eines ersten 48-Volt-Teilbordnetzes erwartet, das zunächst in der Fahrzeugoberklasse eingesetzt werden wird. Der VDA hat mit seinen Fahrzeugherstellern und Zulieferern die VDA-Empfehlung Nr. 320 zur einheitlichen Entwicklung eines 48-Volt-Bordnetzes erarbeitet.

Uwe Toppel Referent - Abteilung Technik
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Tel: +49-30-897842-288 Fax: +49-30-897842-606
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