Innovation und Technik

Automatisiertes Fahren

Der technologische Fortschritt auf dem Weg zum automatisierten Fahren zeigt sich bereits heute in modernen Fahrzeugen, die vermehrt mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgerüstet sind.

A-Z des automatisierten Fahrens

Adaptive-Cruise-Control (ACC)
Der Abstandsregeltempomat ist eine Geschwindigkeitsregelanlage, die zusätzlich automatisch einen zuvor eingestellten Sicherheitsabstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug durch Gasgeben und Bremsen hält.

Anti-Blockier-System (ABS)
Verhindert das Blockieren der Räder bei einer Bremsung. Es regelt den Bremsdruck so, dass das Fahrzeug lenkbar bleibt.

Anwendungsfall
Beschreibt Straßentyp (Autobahn, innerorts), Geschwindigkeitsbereich und Umweltbedingungen (Wetter, Fahrbahnzustand), bei denen eine automatisierte Funktion nutzbar ist.

Automatisierung
Beschreibt die zunehmende Automation von Fahr- und Parkfunktionen. Die Funktion kann, je nach Ausprägung, Längsund/ oder Querführung des Fahrzeugs übernehmen.

Ballungsräume/Ballungszentren
Die Region um eine oder mehrere Kernstädte, die von einem engeren, dicht bebauten Vorortgürtel sowie einem geografisch weitläufigeren, teilweise ländlich geprägten Einzugsgebiet umgeben sind.

Car-to-Car-Kommunikation (C2C)
Bei dieser Form der vernetzten Kommunikation ist der Austausch zwischen zwei oder mehr Fahrzeugen via WLAN 802.11p gemeint, die sich gegenseitig vor Hindernissen auf der Fahrbahn, Aquaplaning oder anderen Gefahren warnen.

Car-to-Infrastructure-Kommunikation (C2I)
Bei diesem Ansatz geht es um die drahtlose Kommunikation per WLAN 802.11p der Fahrzeuge mit Infrastruktureinrichtungen. Bei den Infrastrukturkomponenten kann es sich um intelligente Ampeln oder um Funkknoten handeln, über die eine Kommunikation über das Internet zu Infotainmentplattformen oder zum Autohersteller aufgebaut werden kann.

Car-to-X-Kommunikation (C2X)
Bezeichnet den Datenaustausch zwischen Fahrzeugen, der Infrastruktur, Verkehrsleitstellen und Internetanwendungen per WLAN 802.11p. Das einzelne Auto ist Datensender und -empfänger zugleich. Weitere Akteure wie Verkehrsleitzentralen empfangen die Information, verarbeiten sie und senden sie ihrerseits weiter.

CO2-Emissionen
Wert der CO2-Emission in Gramm pro Kilometer oder als Masse des emittierten Gases bei einer gefahrenen Strecke.

Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)
Erkennt kritische Fahrsituationen und Fahrzeuginstabilität anhand von Sensordaten. Es verhindert das Ausbrechen des Fahrzeugs durch den Eingriff in das Bremssystem und das Motormanagement.

Fahren auf der Autobahn
Die Fahrfunktion „Fahren auf der Autobahn“ übernimmt die Quer- und Längsführung beim hochautomatisierten Fahren auf der Autobahn. Der Fahrer muss bewusst das System aktivieren, aber nicht dauerhaft überwachen. Der Fahrer wird in bestimmten Fällen rechtzeitig vom System zur Übernahme aufgefordert.

Fahren in der Stadt
Die Fahrfunktion „Fahren in der Stadt“ beherrscht komplexe Straßenverläufe in Städten. Bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt das Fahrzeug völlig ohne Fahrereingriff. Der Fahrer muss das System überhaupt nicht überwachen.

Fahrerassistenzsystem (FAS)
Elektronische Zusatzeinrichtungen in Kraftfahrzeugen zur Unterstützung des Fahrers in bestimmten Fahrsituationen. Hierbei stehen Sicherheitsaspekte, aber auch die Steigerungdes Fahrkomforts im Vordergrund (Englisch: Advanced Driver Assistance Systems (ADAS)).

Fahrleistung
Die von Fahrzeugen zurückgelegte Strecke in Kilometern.

Fahrsicherheitssystem
Elektronische Zusatzeinrichtungen, die in kritischen Situationen in das Fahrgeschehen eingreifen, um die Fahrzeugstabilität zu erhalten. Während des Eingriffs können sie nicht übersteuert werden.

Fahrzeugdichte
Zahl der Verkehrsteilnehmer je Quadratkilometer, je Kilometer Straßenlänge oder je Einwohner.

Hersteller
Gleichzusetzen mit dem Begriff der Automobilhersteller.

Längsführung
Bezieht sich auf die Geschwindigkeitsregelung durch Gasgeben und Bremsen.

LiDAR (Light Detection and Ranging)
Messung von Abstand und Relativgeschwindigkeit, basierend auf ultravioletten oder infraroten Strahlen oder sichtbarem Licht.

Megacitys
Städte mit mindestens zehn Millionen Einwohnern.

Parklenkassistent
In bestimmten Einparkszenarien übernimmt das System die Querführung. Der Fahrer aktiviert den Parklenkassistenten und dieser übernimmt die Lenktätigkeit. Der Fahrer bremst nur das Fahrzeug am Ende der Parklücke.

Querführung
Lenkfunktion des Fahrzeugs.

Radar (Radio Detection and Ranging)
Ein auf Funkwellen basierendes Messprinzip zur Ermittlung von Objekten und deren Position und Relativgeschwindigkeit.

Schlüsselparken
Bevor das Auto in eine Parklücke geparkt wird, steigt der Fahrer vorher aus und lässt das Auto mithilfe des Displayschlüssels in die Lücke fahren und auch später wieder ausparken.

Sensoren
Bezeichnet Ultraschall, Radar, LiDAR und Kameras, die dem Fahrzeug z. B. Daten und Informationen des Fahrzeugumfelds liefern.

Sensorfusion
Die Verschmelzung von Daten unterschiedlicher Sensoren mit dem Ziel, durch Datenabgleich die Fahrzeugumgebung genauer und mit höherer Sicherheit zu erfassen.

Spurverlassenswarner
Eine Videokamera hinter der Windschutzscheibe erkennt den Fahrspurverlauf. Das System wertet die erkannten Spurmarkierungen aus und warnt den Fahrer bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur.

Stauassistent
Im Stau fährt das Auto innerhalb der eigenen Spur und hält Abstand zum Vorderfahrzeug. Der Fahrer muss das System dauerhaft überwachen und ggf. sofort eingreifen.

Telematik
Verknüpft die Begriffe Telekommunikation und Informatik - Informationsverknüpfung von mindestens zwei Informationssystemen mithilfe eines Telekommunikationssystems sowie einer speziellen Form der Datenverarbeitung.

Totwinkelüberwachung
Der Totwinkelassistent erfasst die Objekte im toten Winkel des Fahrers und informiert diesen darüber bzw. warnt den Fahrer bei Spurwechselabsicht vor einer möglichen Kollision.

Ultraschallsensoren
Abstandsmessung für den Nahbereich.

Urbanisierung
Auch unter dem Begriff Verstädterung bekannt; meint hier das Wachstum von Städten.

Valet Parking (Fahrerloses Parken)
Das bedeutet, dass Parkvorgänge vollautomatisch durch das Fahrzeug ausgeführt werden. Zur Übergabe stellt der Fahrer das Fahrzeug im Eingangsbereich des Parkhauses/ Parkplatzes ab und aktiviert die Funktion (z. B. via Smartphone). Sobald er seine Fahrt fortsetzen möchte, fordert er sein Fahrzeug zurück und übernimmt es im Ausgangsbereich.

Vernetzung
Steht für den zunehmenden Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen und ihrer Umwelt.

Verkehrsdichte
Summe aller Verkehrsteilnehmer eines Verkehrsstroms zu einem Zeitpunkt auf einer Wegeinheit.

Verkehrsleitzentrale
Durch die Zusammenfassung aller verkehrlichen Informationen an einer Stelle kann die Verkehrslenkung gezielt in das städtische Verkehrsgeschehen eingreifen und Störungen minimieren oder sogar komplett verhindern.

Zulieferer
Unternehmen, die Teil der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie sind und die an die Automobilhersteller u. a. Produkte, Komponenten und Systeme liefern.

Graham Smethurst
Graham Smethurst Leiter Koordinierungsstelle Vernetztes und Automatisiertes Fahren

Tel: +49 30 897842-426  
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