Innovation und Technik

Automatisiertes Fahren

Der technologische Fortschritt auf dem Weg zum automatisierten Fahren zeigt sich bereits heute in modernen Fahrzeugen, die vermehrt mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgerüstet sind.

Eine Antwort für die Welt von morgen: Automatisierung

Wachstum, Wohlstand und die Teilhabe daran setzen voraus, dass Menschen und Güter mobil sind. Um Mobilität und Transport als Motoren der Zukunft zu sichern, bedarf es innovativer Lösungen. Ein reines „Weiter so!“ ist nicht mehr möglich. Angesichts von Bevölkerungswachstum und Urbanisierung würde so genau der Verkehrsfluss beeinträchtigt, der bislang Grundlage für einen höheren Wohlstand und eine größere Teilhabe daran war. Automatisiertes Fahren hat das Potenzial, zur Lösung von Herausforderungen beizutragen, die mit den globalen Entwicklungstrends einhergehen.

Oberstes Ziel ist es, den Verkehr noch sicherer zu machen. Die Herausforderung liegt darin, dies auch mit dem steigenden Verkehrsaufkommen, vor allem in den sogenannten Megacitys, zu schaffen. In Deutschland ist die Entwicklung positiv: Seit 1993 ist die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr um 23 Prozent, die Zahl der Verkehrstoten sogar um 66 Prozent gesunken. Und das, obwohl die Fahrleistung, also die Summe der von Fahrzeugen zurückgelegten Strecken, im gleichen Zeitraum um 23 Prozent stieg. Der Grund: Autos sind immer sicherer geworden, auch und vor allem dank der Fahrerassistenzsysteme. In anderen westlichen Ländern sind die Entwicklungen ähnlich.

Die Technologie der Fahrerassistenzsysteme bietet das Potenzial, die Zahl von Unfällen und Staus weiter deutlich zu verringern. Abstandsregeltempomaten etwa verbessern den Verkehrsfluss und tragen erheblich dazu bei, Unfälle zu vermeiden.

Automatisiertes Fahren macht den Verkehr nicht nur sicherer, sondern auch effizienter und komfortabler. Ein optimierter Verkehrsfluss und weniger Staus bewirken eine entscheidende Verminderung von CO2-Emissionen. Gerade in Rushhour-Zeiten erhält der Fahrer von automatisierten Pkw und Nutzfahrzeugen eine neugewonnene Freiheit und Qualität des Fahrens. Auch das Einparken kann er dem Auto überlassen. Kurz: Automatisierte Fahrfunktionen unterstützen den Fahrer und bieten ihm deutlich mehr Fahrkomfort und Handlungsfreiräume.

Bei allem Fortschritt der Automatisierung bleibt der Fahrer mündig. Genauso wie er sich heute schon entscheiden kann, ob er ein Assistenzsystem in seinem Fahrzeug haben möchte, kann er auch während des Fahrens entscheiden, ob er ein vorhandenes Assistenzsystem wie einen Abstandsregeltempomaten nutzen will.

Graham Smethurst
Graham Smethurst Leiter Koordinierungsstelle Vernetztes und Automatisiertes Fahren

Tel: +49 30 897842-426  
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