Innovation und Technik

Elektromobilität

Durch erhöhte Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sind Fördermaßnahmen notwendig um die breite Marktdurchdringung in Deutschland zu erreichen.

Förderungen für E-Fahrzeuge in Deutschland

Zahlreiche Förderungen auf EU-, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene  unterstützen die Fortentwicklung der Elektromobilität in Deutschland. Grundlage für die Fördermaßnahmen bilden das Elektromobilitätsgesetz und der Kabinettsbeschluss vom 18. Mai 2016.

Die Förderdatenbank des BMWi gibt einen Überblick über alle aktuellen Förderprogramme von EU, Bund und Ländern. Die Suche kann individuell nach z.B. Bundesland und  Förderungsart gefiltert werden.

Das Elektromobilitätsgesetz

Das Elektromobilitätsgesetz ist im Juli 2015 in Kraft getreten. Damit können Kommunen künftig selbst entscheiden, wie sie Elektroautos vor Ort begünstigen wollen – beispielsweise durch kostenfreies Parken oder spezielle Zufahrtsrechte. Die Voraussetzung dafür ist die einheitliche Kennzeichnung. Seit Mitte September 2015 kann dies nach einer allgemeinen Verwaltungsvorschrift bei der Zulassungsbehörde beantragt werden.

Zur weiteren Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge ergab der Kabinettsbeschluss vom 18. Mai 2016 mehrere Fördermaßnahmen:

Förderprogramm Sozial & Mobil - Umstieg auf elektrische Fahrzeugflotten

Damit soziale Einrichtungen den Umstieg ihrer Flotten auf Elektrofahrzeuge
einfacher finanzieren können, werden sie ab 02.11.2020 mit dem Förderprogramm
„Sozial & Mobil“ unterstützt.  
Es bestehen verschiedene Fördermöglichkeiten, die in Kombination mit dem
Umweltbonus die Mehrkosten eines neuen Elektrofahrzeugs nahezu ausgleichen.
Gefördert wird die Beschaffung rein batterieelektrischer Neufahrzeuge
und der Aufbau von Ladeinfrastruktur.
Bis Ende 2022 stehen dafür 200 Mio. Euro zur Verfügung.

Fördermöglichkeiten:

Festbetragsfinanzierung im Rahmen einer sogenannten De-minimis Beihilfe:
vor allem kleinere Organisationen oder Unternehmen können einen Pauschalbetrag
von 10.000 EUR pro Fahrzeug
sowie zusätzlich die Förderung der dazugehörigen
Ladeinfrastruktur (Wallbox oder Ladesäule) beantragen.


Anteilsfinanzierung auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO):
Unternehmen oder Organisationen, die nicht unter die De-minimis-Förderung fallen, können
eine Investitionsmehrkostenpauschale oder individuelle Mehrkosten beantragen.
Es werden je nach Größe des Unternehmens zwischen 40 und 60 % der Mehrkosten
übernommen.
Eine Förderung der Landeinfrastruktur ist hier nicht möglich.
Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, die Ladeinfrastruktur anderer
Förderprogramme des Bundes (BMVI) oder der Länder in Anspruch zu nehmen.

Auf der Homepage des Bundesumweltministeriums werden alle Förderunterlagen und
Detailinformationen (Formulare zur elektronischen Beantragung / Ansprechpartner*innen
beim zuständigen Projektträger, etc.) bereitgestellt.

Link: Förderunterlagen

Umweltbonus

Im bestehenden System wurde die Prämie des Bundes als neue „Innovationsprämie“ verdoppelt.
Die Prämie der Hersteller bleibt davon unberührt. Das bedeutet zum Beispiel: Bei Vorlage aller Voraussetzungen wird ab dem 4.06.2020 bis zum 31.12.2021 der Umweltbonus in Höhe von 9.000 Euro für die Anschaffung rein elektrische Fahrzeuge und in Höhe von 6.750 Euro für Plug-In Hybride bei einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro gewährt. Über einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro bis maximal 65.000 Euro wird für rein elektrische betriebene Fahrzeuge ein Umweltbonus in Höhe von 7.500 Euro und für Plug-In Hybride in Höhe von 5.625 Euro gewährt.

Eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist ab dem 16.11.2020 möglich. Hierzu werden mit den Fördermittelgebern Verwaltungsvereinbarungen abgeschlossen. Diese stellen sicher, dass haushalts- und beihilferechtliche Vorgaben eingehalten werden. Informationen mit welchen öffentlichen Stellen Verwaltungsvereinbarungen geschlossen worden sind, werden auf der Webseite des Bundesamts für Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlicht.

Link: BAFA

Zudem wird mit der Novellierung der Förderrichtlinie ab 16.11.2020 die Förderung beim Leasing abhängig von der Leasingdauer gestaffelt:

Der genannte staatliche Anteil wird zudem befristet bis zum 31. Dezember 2021 als Innovationsprämie verdoppelt.

Zudem erhalten die Kunden den Herstelleranteil.

Link: Förderrichtlinie (Umweltbonus) (Bundesanzeiger)

Link: Liste Förderfähiger Fahrzeuge (BAFA)

  • Die bereits bis zum 31.12.2025 geltende zehnjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wurde bis 31.12.2030 verlängert.
  • Die Kaufpreisgrenze für die Besteuerung von reinelektrischen Dienstwagen von 0,25% beträgt 60.000 Euro.
  • Entfall des geldwerten Vorteils beim „Arbeitgeberladen“
  • Beschaffungsprogramm 100 Millionen Euro
  • Investitionen für den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur von 300 Mio. Euro, davon 200 Mio. für Schnellladen und 100 Mio. Euro für Normalladen
Koordinierungsstelle der Industrie für Elektromobilität

  
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