Innovation und Technik

Elektromobilität

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtiger Bestandteil der Elektromobilität. Die Attraktivität von Elektrofahrzeugen hängt aus Kundensicht von der Einfachheit der Nutzung ab.

Ladeinfrastruktur

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtiger Bestandteil der Elektromobilität. Die Attraktivität von Elektrofahrzeugen hängt aus Kundensicht von der Einfachheit der Nutzung ab - das Laden der Batterie stellt also einen entscheidenden Faktor dar.

Hierbei geht es nicht nur um die Anzahl und Verteilung der Ladesäulen, sondern vor allem auch um die Benutzerfreundlichkeit. Entscheidend dafür sind ein ungehinderter Zugang, ein einheitliches, einfaches Bezahlsystem und die Ladedauer. Die Ladedauer und die Position der Ladesäule hängen von den unterschiedlichen Anwendungsfällen ab:

Das Laden zu Hause, beim Arbeitgeber, am Zielort, je mit kurzer oder langer Verweilzeit, sowie das Schnellladen unterwegs auf längeren Fahrstrecken.

Wie die Grafik zeigt sind Ladevorgänge am Arbeitsplatz oder am Wohnort die häufigsten. Um die Ladevorgänge im privaten Raum(85%) zu gewährleisten muss die Elektromobilität künftig in das Bau-, Wohneigentums- und Mietrecht integriert werden.

Mit Inkrafttreten der Ladesäulenverordnung am 17. März 2016 wurde das Combined Charging System(CCS) zum Standard für alle Ladesäulen im öffentlichen Raum gemacht. Im Vorfeld haben einige Automobilhersteller erklärt, dass sie künftig alle Modell mit CSS produzieren werden. Das kombinierte Ladesystem gewährleistet sowohl das Laden an Normalladesäulen mit Wechselstrom(AC-Ladesäulen), als auch das Schnellladen mit Gleichstrom(DC-Ladesäulen). Damit können alle Anwendungsfälle abgedeckt werden.

Stand der Ladeinfrastruktur in Deutschland

Die Akzeptanz der Elektromobilität und damit die Unterstützung des weiteren Markthochlaufes muss durch eine bedarfsgerechte und verfügbare Ladeinfrastruktur sowie durch ein positives Kundenerlebnis beim Ladevorgang begleitet werden.

Neben der finanziellen Unterstützung bedarf es weiterer Maßnahmen und ordnungspolitischer Regelungen und deren Verfolgung, die den Ausbau von Ladeinfrastruktur im öffentlichen und auch privaten Bereich fördern. Dafür hat der VDA die Anforderungen und Empfehlungen an einen kundenwerten Aufbau von Ladeinfrastruktur in einem Papier formuliert.

Nach der BDEW-Erhebung vom Juli 2018 gibt es inzwischen 13.500 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an rund 6.700 Ladesäulen  – davon 13 Prozent Schnelllader. Statistisch gesehen teilen sich damit ca. 11 Fahrzeuge einen Ladepunkt.

In der BDEW-Erhebung wurden neben den Ladesäulen im öffentlichen Raum auch Ladesäulen auf öffentlich zugänglichem Privatgelände (Parkhäuser, Supermarkt-Parklätze usw.) erfasst.

Die Ladesäulen sind im Ladesäulenregister erfasst und einsehbar.

Netzintegration

Die Entwicklung von alltagstauglichen Elektrofahrzeugen hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht.

Allerdings hapert es deutlich an einer Stelle: der Infrastruktur von Gebäuden und damit der entscheidenden Schnittstelle zwischen Immobilie und Fahrzeug. Derjenige Ort, an dem die meisten Halter ihr E-Mobil täglich aufladen
(würden), ist in den allermeisten Fällen technisch nicht auf diese Aufgabe vorbereitet. Hierzu hat der VDA zusammen mit dem ZVEH, dem VDIK und dem ZVEI im untenstehenden Dokument einen Leitfaden für Elektromobilität und Gebäudeinfrastruktur erarbeitet. 

Der steigende Anteil von Elektrofahrzeugen sollte außerdem durch deren intelligente Netzintegration begleitet werden. Das „Smart Grid“ muss neben den Fahrzeugen auch weitere flexible Endgeräte in einem Kundensystem, wie z.B. Batteriepufferspeicher oder Wärmepumpen berücksichtigen. Der VDA hat, im untenstehenden Dokument, für die zukünftige Netzintegration eine Zielarchitektur mit  einer einheitlichen Methode beschrieben, die skalierbar und zukunftssicher ist.

Zusätzlich werden die theoretischen, in der Simulation untersuchten, Auswirkungen auf die Stromnetze konkreter. Um lokale Lastspitzen zu beherrschen, werden Lademanagement-Systeme zum Einsatz gelangen, die einen massiven Netzausbau vermeiden helfen.

Teil dieser Lademanagement-Systeme ist das Prinzip der Rückspeisung. Grundsätzlich wird diese Funktion als sinnvoll und technisch umsetzbar erachtet, bedarf aber weiterer Evaluierung und Konkretisierung im Rahmen nationaler Regulierungen. Im untenstehenden Dokument werden die Inhalte und Randbedingungen des Rückspeisens beschrieben.

Koordinierungsstelle der Industrie für Elektromobilität

  
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