Innovation und Technik

FAT

Mit rund 40 Prozent hat die Karosserie den größten Anteil am Gesamtgewicht eines Fahrzeugs. Sollen die CO2-Emissionen des Verkehrs künftig weiter sinken, sind unter anderem Gewichtseinsparungen und damit neue Ideen im Karosseriebau gefragt.

GIDAS – ein Erfolgsprojekt der FAT im Dienste der Verkehrssicherheit

Die Erfolge bei der Verkehrssicherheit sind zu einem bedeutenden Teil der Unfallforschung zu verdanken. Mit GIDAS werden jährlich rund 2.000 Unfalldaten erfasst und akribisch analysiert. Erkenntnisse dieser Studien fließen unmittelbar in die Automobilentwicklung, Prüfverfahren und andere Sektoren der Verkehrssicherheit mit ein.

Grundsätzlich sind drei Bereiche bei der Analyse eines Unfalls für die Unfallforschung von entscheidender Bedeutung: die Unfallstelle, die Fahrzeuge und die Insassen bzw. Beteiligten.

Die informativste Art der Unfalldatenerhebung ist die "German-In-Depth-Accident-Studie" -  kurz GIDAS. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT), der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), der Medizinischen Hochschule Hannover und der Technischen Universität Dresden.

Für GIDAS werden in Hannover und Dresden jährlich ca. 2.000 Unfälle erfasst. Pro Unfall werden im Mittel über 3.000 Einzelinformationen gesammelt, z.B. zu Straßengestaltung, Verkehrsregelung, Crash-Informationen, Unfallhergang, Unfallursachen und den Folgen des Unfalls, wie Verletzungen der beteiligten Personen und Beschädigungen an den Fahrzeugen. Alle Informationen werden in anonymisierter Form in einer Datenbank gespeichert.

Die Auswertung der Daten erlaubt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. So besteht bei der Neugestaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen die Möglichkeit, die Änderungen an das reale Unfallgeschehen anzupassen. Die Informationen dienen auch der Beschreibung geeigneter Prüfverfahren im Rahmen der Typgenehmigungen. Detailerkenntnisse können aber auch für die Fahrzeughersteller selbst von Nutzen sein und dabei helfen, das Sicherheitsniveau nochmals zu erhöhen.

Auch bei der Aufstellung von Verkehrszeichen, Masten u. ä. bis hin zum Anordnen von Schutzsystemen für Kollisionen mit Bäumen können die GIDAS-Daten wertvolle Hilfestellung geben - im Dienste einer immer besseren Verkehrssicherheit.

Dr.  Friedrich Preißer
Dr. Friedrich Preißer Geschäftsführer Forschungsvereinigung Automobiltechnik

Tel: +49 30 897842-310 Fax: +49 30 897842-600
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