Innovation und Technik

Mehr Datensicherheit für vernetzte Mobilität

Vernetzung macht den Verkehr sicherer. Ihre Grundlage sind Daten – und auch die müssen geschützt werden. Die deutsche Automobilindustrie hat ein nachhaltiges Konzept entwickelt, das die sichere Übertragung und Weitergabe von Fahrzeugdaten an Dritte regelt.

Fahrzeug schützen – Daten teilen – Mehrwert schaffen

Täglich sind in Europa Millionen von Fahrzeugen unterwegs, in denen fortwährend Daten generiert werden. In modernen Fahrzeugen befinden sich teilweise über einhundert Steuergeräte, die Daten generieren. Dabei kann es sich um Protokolldaten der verschiedenen Fahrzeugkomponenten oder um Messdaten wie Geschwindigkeit, Umgebungstemperatur oder Helligkeit handeln.

Die Digitalisierung eröffnet ständig neue Möglichkeiten, die im Fahrzeug generierten Daten für öffentliche Dienste und die Wirtschaft nutzbar zu machen, um die Mobilität weiter zu verbessern, neue Geschäftsmodelle und verbraucherfreundliche Dienste zu entwickeln. Die Nutzung von im Fahrzeug generierten Daten bietet viele bisher ungenutzte Potentiale. Unfallvermeidung, Energieeffizienzsteigerung oder die Reduzierung von CO2-Ausstößen sind nur einige Ziele für deren Realisierung die Daten eingesetzt werden können. Datenaustausch schafft das Fundament für die Verbindung von Verkehrsträgern und bietet das beste Potential für eine nahtlose Intermodalität.

Entscheidende Voraussetzung hierfür ist die Fahrzeugsicherheit als Kernbestandteil der Verkehrssicherheit und Grundlage sicherer Mobilität. Darum steht die Fahrzeugsicherheit für die deutsche Automobilindustrie immer im Mittelpunkt – auch, und gerade wenn es um die Erhebung und Nutzung von im Fahrzeug generierten Daten geht. Die Fahrzeuge müssen vor Hacking und unbefugten Zugriffen bestmöglich geschützt werden.

Mit „NEVADA-Share & Secure“* hat die deutsche Automobilindustrie ein Konzept für ein innovatives Ökosystem entwickelt, das es ermöglicht, im Fahrzeug generierte Daten diskriminierungsfrei nutzbar zu machen, ohne dass der Fernzugriff auf Fahrzeuge erweitert wird.

Schnittstellen in modernen Fahrzeugen

Moderne Fahrzeuge verfügen über verschiedene Schnittstellen, die unterschiedlichen Einsatzzwecken dienen. Dabei sind nicht alle Schnittstellen für die Nutzung durch den Fahrer vorgesehen.

Das Konzept „NEVADA-Share & Secure“* beschäftigt sich ausschließlich mit der Weitergabe von Daten über die Schnittstelle zwischen dem Fahrzeug und dem Server der Fahrzeughersteller, die in modernen Fahrzeugen verfügbar ist. Diese Schnittstelle erlaubt ausschließlich eine gesicherte Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und dem Server des Fahrzeugherstellers. Andere Schnittstellen, wie beispielsweise die Schnittstelle zwischen Handy und Fahrzeug oder die Vehicle-to-Vehicle-Kommunikation (V2V), sind von dem Konzept nicht beeinflusst. Ebenso bleibt der Zugriff auf Fahrzeugdaten für Reparatur- und Wartungsmaßnahmen über die im Fahrzeug verbaute Diagnoseschnittstelle OBD-2 weiterhin erhalten.

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