Sicherheit und Standards

Normung

Normungsarbeit ist ein strategisches Instrument zur Schaffung von Rahmenbedingungen für die Herstellung und Vermarktung innovativer Produkte, die in der heutigen Zeit konsequent entwicklungsbegleitend als Projektarbeit mit klar definierten Zielen und Terminen zu planen ist.

Normung zu Fahrdynamik und Fahrerassistenzsystemen

Das für Straßenfahrzeuge zuständige ISO-Komitee wurde in den letzten zwei Jahren umstrukturiert. Mit dieser Neuausrichtung wurden Gremien zusammengeführt, um Doppelarbeit bei immer komplexer werdenden Themen zu vermeiden und eine bessere Abstimmung zwischen den über 50 Arbeitsausschüssen und -gruppen sicherzustellen. Der Arbeits-ausschuss Fahrdynamik, bei dem der DIN-Normenausschuss Automobil des VDA die internationale Leitung hat, erhielt somit die Verantwortung für weitere Bereiche wie die der Fahrerassistenzsysteme und Prüfeinrichtungen zur aktiven Sicherheit.

Bisher definierten die Normen im Bereich der Fahrdynamik hauptsächlich wesentliche Fahrmanöver, um Randbedingungen zur Bewertung des Fahrverhaltens zu vereinheitlichen. Ein Beispiel ist der Spurwechseltest ISO 3888-2 von 1999 – der sogenannte „Elchtest“. Mit der Erweiterung des Aufgabenbereichs sollen in Zukunft Methoden beschrieben werden, die einen normativen Rahmen für neue Assistenzsysteme und das automatisierte Fahren geben. Bedeutsam ist hier die Zusammenarbeit mit weiteren Arbeitsgruppen, die sich bereits mit Systemaspekten von Fahrerassistenzsystemen beschäftigt haben. Bei stetig steigender Komplexität bietet diese strukturelle Neuerung bei ISO eine gute Basis und Schnittstelle, um zukünftige ISO-Normen zu erstellen und diese mit anderen beteiligten Arbeitsgruppen, Organisationen und weiteren Partnern abzustimmen.

Egbert Fritzsche
Egbert Fritzsche Leiter Abteilung Normung

Tel: +49 30 897842-320 Fax: +49 30 897842-600
Nach oben springen