Sicherheit und Standards

Sicherheit

Der Straßenverkehr in Deutschland ist so sicher wie nie zuvor

Entwicklung der Sicherheit im Straßenverkehr

Der positive Trend in der deutschen Unfallstatistik setzte sich 2014 im Gegensatz zum Vorjahr nur in abgeschwächter Form fort. Die Zahl der tödlich Verunglückten lag allerdings leicht über der Vorjahreszahl. Von Januar bis November 2014 sind rund 2,18 Mio. Unfälle im Straßenverkehr erfasst worden. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,2 Prozent. Dabei stieg in diesem Zeitraum die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden auf 278.500 (+3,4 Prozent). Bei der überwiegenden Anzahl der Unfälle (ca. 1,90 Mio.) waren nur Sachschäden zu verzeichnen.

Im selben Zeitraum sind auf deutschen Straßen 3.062 Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Das waren ca. 0,7 Prozent mehr als in den ersten elf Monaten des Vorjahres 2013. Von Januar bis November 2014 stieg die Anzahl der leicht und schwer verletzten Verkehrsteilnehmer um 3,5 Prozent auf 357.800.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Jahren 2014 und 2013 zeichneten sich insbesondere im Frühjahr 2014 ab: Der gegenüber 2013 relativ starke Anstieg von verletzten Zweiradfahrern ist auf die vergleichsweise milde Witterung zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2014 kamen fast ein Drittel mehr Radfahrer und Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben als 2013. In der zweiten Jahreshälfte 2014 wurden dagegen deutlich weniger Verletzte erfasst als im Vorjahr. Da die Gruppe der tödlich verletzten Zweiradfahrer die zweitgrößte Gruppe nach den Pkw-Insassen darstellt, muss neben der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit von Personenkraftwagen zukünftig verstärkt das Augenmerk auf die Gruppe der Zweiradfahrer gelegt werden. Weil Zweiradfahrer im Vergleich zu Pkw-Insassen anders geschützt werden müssen, sind auch andere Maßnahmen zu ergreifen. Bei Radfahrern sollte auf eine verbesserte Sichtbarkeit bei Dunkelheit mittels neuer Beleuchtungskonzepte und die Verbesserung des Selbstschutzes, zum Beispiel durch das Tragen eines Helms, hingearbeitet werden.

Im europäischen Vergleich zeigt sich ein ähnliches Bild. Innerhalb der letzten Dekade sank in Europa die Anzahl der Verkehrstoten um fast 40 Prozent. Die Ursachen dafür liegen in der stetigen Verbesserung der Fahrzeugsicherheit und der restriktiveren Umsetzung des nationalen Straßenverkehrsrechts in einzelnen Staaten. Hinzu kommen der stetige Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur in vielen Staaten Europas.

Dr. Sascha Pfeifer Referent - Abteilung Technik
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Tel: +49-30-897842-286 Fax: +49-30-897842-606
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