Umwelt und Klima

CO₂-Entwicklung

Die deutsche Automobilindustrie hat die CO2-Emissionen und den Verbrauch ihrer neuen Pkw in den letzten Jahren deutlich gesenkt.

Straßenverkehr und CO₂-Emissionen

Die deutsche Automobilindustrie konnte die CO2-Emissionen und den Verbrauch ihrer neu zugelassenen Pkw 2017 nahezu auf dem Vorjahresniveau halten. Der durchschnittliche CO2- Ausstoß der neu zugelassenen Pkw deutscher Hersteller stieg gegenüber 2016 um 0,7 Prozent auf 128,1 Gramm CO2 je Kilometer. Im Zehnjahresvergleich wird dennoch eine deutliche Senkung erkennbar: Der CO2-Durchschnittswert sank um über 25 Prozent gegenüber 2007. Der derzeit fallende Dieselanteil an allen Pkw-Neuzulassungen macht die Erreichung des ehrgeizigen EU-Ziels von 95 Gramm CO2 je Kilometer bis 2021 jedoch schwieriger. Alternative Antriebsarten, insbesondere die Elektromobilität, werden bei der Zielerreichung eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Pkw deutscher Hersteller mit Ottomotor verbrauchen derzeit im Schnitt nur noch rund 5,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Dieselfahrzeuge unterschreiten mit durchschnittlich 4,9 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer sogar die 5-Liter-Marke. Die deutschen Konzernmarken hatten Ende 2017 über 1.200 Modelle mit einem CO2-Ausstoß von unter 120 Gramm im Angebot. Darüber hinaus wurden 220 Modelle angeboten, die weniger als 100 Gramm emittieren – das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von unter 4 Litern auf 100 Kilometer. Diese Zahl hat sich innerhalb von drei Jahren nahezu verdoppelt. 111 Modelle mit einem deutschen Konzernmarkenlogo liegen sogar unter 95 Gramm.

Auch bei den Gesamtemissionen des Straßenverkehrs in Deutschland ist ein positiver Trend zu erkennen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 nahmen der Güter- und Personenverkehr sowie die CO2-Emissionen aus dem Verkehr stark zu. Nach dem Anstieg in den 1990er-Jahren gingen die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr in Deutschland nach Zahlen des Umweltbundesamtes dann von 1999 bis 2010 um rund 30 Mio. Tonnen zurück. Heute liegen die Gesamtemissionen, trotz viel höherer Transport- und Verkehrsleistungen, auf dem relativ niedrigen Niveau von 1991.

Dafür war vor allem die Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs je Fahrzeug entscheidend. Heute werden rund 34 Megajoule Energieeinsatz je 100 Personenkilometer benötigt. 1990 mussten noch mehr als 55 Megajoule für die vergleichbare Leistung eingesetzt werden. Dass die Gesamtemissionen des Straßenverkehrs trotz dieser Reduzierungsleistung beim einzelnen Fahrzeug nicht ebenfalls deutlich gesunken sind, hat Gründe: So steigen die Straßenverkehrsleistungen seit vielen Jahren deutlich an, seit 2000 allein um ein Fünftel. Trotz dieser deutlichen Zunahme, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr, konnten die absoluten CO2-Emissionen des Straßenverkehrs in demselben Zeitraum um 9 Prozent gesenkt werden. Hier zeigt sich, dass es in den letzten Jahren erhebliche Effizienzfortschritte gegeben hat. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, auf diesem Weg weiter voranzuschreiten und insbesondere die Akzeptanz alternativer Antriebsformen zu erhöhen, um das Mobilitätsbedürfnis der Menschen und dessen Auswirkungen auf die Umwelt noch besser in Einklang zu bringen.

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