Umwelt und Klima

Quo Vadis Diesel?

11 Fragen und Antworten zur Dieseltechnologie

Was tut die Automobilindustrie, um Fahrverbote zu verhindern?

Mit einem Paket an Maßnahmen wollen deutsche Automobilhersteller dafür sorgen, dass der Ausstoß von Stickoxiden bis Anfang 2019 um 12 bis 14 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn 2017 sinkt. Das soll helfen, die Luftqualität deutlich zu verbessern und die von einigen Gerichten erwogenen Fahrverbote für Diesel-Pkw zu verhindern.

Individuelle Umstiegsprämien

Etwa die Hälfte dieser Einsparungen soll durch umfangreiche Aktualisierungen der Software erreicht werden, die in den Fahrzeugen den Betrieb des Dieselmotors steuert. Überwiegend geht es dabei um Modelle, die der Abgasnorm Euro 5 entsprechen, teilweise auch um Euro-6-Pkw.

Als weiteren Baustein haben viele deutsche Autohersteller individuelle Umstiegsprämien für ältere Diesel-Autos zugesagt. Dieser Kaufbonus soll Besitzer von Diesel-Fahrzeugen mit der Norm Euro 4 oder noch älter motivieren, auf moderne Neufahrzeuge mit Diesel-, Benzin- oder Elektroantrieb umzusteigen.

Damit beschleunigt die Prämie den natürlichen Prozess der Bestandserneuerung. Denn auch diese liefert einen wichtigen Beitrag zu dem Gesamtpaket: Moderne Diesel-Fahrzeuge, die heute neu zugelassen werden, stoßen im Durchschnitt deutlich weniger Schadstoffe aus als Autos früherer Generationen. Je stärker der Marktanteil von Euro-6-Pkw wächst, desto leichter werden die Grenzwerte für Stickoxide in der Umgebungsluft eingehalten oder sogar unterschritten.

Maßnahmen für 28 Regionen

BMW, Daimler und Volkswagen beteiligen sich – entsprechend ihrer Marktanteile – zudem am Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“, den die Bundesregierung auflegen wird. Damit sollen weitere Maßnahmen für 28 besonders von Stickoxidemissionen betroffene Regionen geplant und umgesetzt werden – von intelligenter Verkehrssteuerung bis zur besseren Vernetzung von Individualverkehr und öffentlichem Nahverkehr. Die Initiative ist offen für weitere Beteiligungen.

Luftqualität verbessern

Die Hersteller im VDA haben sich darüber hinaus dazu bekannt, die besonders belasteten Städte in Deutschland intensiv zu unterstützen. Dabei sollen in den jeweiligen Städten die besonderen Herausforderungen identifiziert und gezielte Maßnahmen entwickelt werden, um die Luftqualität wirksam zu verbessern.

Die deutschen Hersteller suchen dazu die enge Zusammenarbeit mit den einzelnen deutschen Städten.

„Moderne Diesel-Fahrzeuge, die heute neu zugelassen werden, stoßen im Durchschnitt deutlich weniger Schafstoffe aus als Autos früherer Generationen.“

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