Umwelt und Klima

Quo Vadis, Diesel?

11 Fragen und Antworten zur Dieseltechnologie

Was leistet der Diesel für den Klimaschutz?

Der Dieselmotor hilft, die Grenzwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen einzuhalten. Denn er verbrennt effizienter als ein Benziner und stößt bis zu 15 Prozent weniger CO2 aus als ein vergleichbarer Benziner.

Der im vergangenen Jahr erreichte Anteil von 46 Prozent Diesel-Pkw an allen deutschen und fast 50 Prozent an den westeuropäischen Neuzulassungen hat es ermöglicht, den gesetzlichen Grenzwert für die Neuwagenflotten von 130 Gramm CO2 pro Kilometer in Europa einzuhalten. Wären in Deutschland ausschließlich Diesel-Fahrzeuge zugelassen worden, wäre der Grenzwert mit durchschnittlich 119,6 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer sogar deutlich unterboten worden.

Bei 3,4 Millionen neu zugelassenen Pkw im vergangenen Jahr in Deutschland und einer angenommenen durchschnittlichen Fahrleistung von jährlich 15.000 Kilometern hätte ein reiner Diesel-Verkehr somit 648.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen können. Das entspricht in etwa den Kohlenstoffdioxid-Emissionen einer Stadt wie Marburg oder Bayreuth mit rund 70.000 Einwohnern. Wären dagegen alle Pkw-Neuzulassungen Benziner gewesen, wäre das CO2-Emissionsvolumen entsprechend schlechter gewesen.

Das Umweltbundesamt und einige NGO behaupten dagegen häufig, der CO2-Vorteil des Diesel bestehe nur auf dem Papier. Der Diesel halte den Spritverbrauch bei großen und schweren Autos in einem erträglichen Rahmen. Das habe – so die Kritiker – den kontraproduktiven Effekt, dass mehr solcher Fahrzeuge in den Markt kommen. Diese Kritik übersieht, dass der Trend zu SUV vom Kunden ausgeht und weltweit zu beobachten ist.

In den USA und China liegt ihr Anteil sogar noch deutlich höher als in Europa. Die Fahrzeuge werden dort allerdings fast ausschließlich mit Benzinmotoren gefahren, was dazu führt, dass ihr CO2-Ausstoß entsprechend höher ausfällt. In Europa stehen dagegen effiziente Dieselmotoren zur Verfügung, die die CO2-Bilanz dieser Fahrzeuge verbessern. Der Diesel ist daher nicht der Grund für den Trend zum SUV. Er sorgt stattdessen dafür, dass auch diese Fahrzeuge sparsam gefahren werden können.

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