Umwelt und Klima

Fakten gegen ein generelles Tempolimit

In jüngster Zeit wird erneut über die Einführung eines generellen Tempolimits diskutiert. Der VDA möchte mit einen Beitrag zu dieser Diskussion liefern und plädiert für einen pragmatischen, unideologischen Ansatz – statt eines pauschalen Tempolimits, sollten Tempolimits zielgenau und situationsangepasst angewandt werden auf nachweislich besonders unfallauffälligen Streckenabschnitten oder temporär bei entsprechenden Witterungsverhältnissen oder hohem Verkehrsaufkommen.

Tempolimit hätte auch nur geringen Klimaeffekt

Ein Tempolimit hätte auch keinen spürbaren Klimaeffekt. Ein Tempolimit von 120 km/h würde die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs nur um etwa 2 Mio. t/Jahr senken (Referenzjahr 2010). Das sind nur 1,5% der CO2-Emissionen des Straßenverkehrs insgesamt. Dabei macht der Straßenverkehr nur 17,7% der CO2-Emisionen in Deutschland aus. 82,3% werden aus anderen Quellen wie zum Beispiel der Energiewirtschaft, dem Verarbeitenden Gewerbe oder den Haushalten beigesteuert. Mit anderen Worten: Die CO2-Emissionen in Deutschland ließen sich durch ein Tempolimit von 120 km/h nur um 0,27% senken. Ein Tempolimit von 130 km/h hätte sogar einen kompletten „Null-Effekt“.  

Dr. Jakob Seiler Koordninator der Koordinierungsstelle Antriebe der Zukunft und Elektromobilität

Tel: +49 30-897842-303  
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