Umwelt und Klima

Fragen und Antworten zur Mobilitätsdebatte

Brauchen wir ein generelles Tempolimit?

Was bringen generelle Tempolimits von 120 km/h für Autobahnen, 80 km/h für Landstraßen und 30 km/h innerorts? Aus unserer Sicht hat diese Diskussion nicht die Bedeutung, die ihr manche zumessen. Die CO2-Einspareffekte solcher starren Beschränkungen wären minimal, wie Studien zeigen. Dies gilt auch für die Verkehrssicherheit. Solche Beschränkungen sind daher Symbolpolitik und kein effektiver Klimaschutz. 

In einigen Fällen können Tempolimits sogar kontraproduktiv wirken. Den geringsten Kraftstoffverbrauch haben Autos bei einer Geschwindigkeit von circa 50 bis 70 km/h. Flächendeckend Tempo 30 in Städten und Gemeinden würde zu einem höheren Verbrauch und mehr Emissionen führen. Geringere Schadstoffemissionen lassen sich hingegen nachweislich durch eine Verflüssigung des Verkehrs erreichen. Das geht zum Beispiel durch intelligente Ampelschaltungen oder Apps, die Parkplatzsucher über freie Plätze informieren können.

Außerdem entfiele mit einem allgemeinen Tempolimit der Zeitvorteil auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen gegenüber derzeitigen Tempo-30-Zonen, mit der Folge, dass der Durchgangsverkehr in Wohngebieten massiv steigen würde, zulasten von Anwohnern, Umwelt und Verkehrssicherheit. Auf vielen Autobahnabschnitten gibt es bereits eine flexible verkehrs- und witterungsbedingte Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Dieser Ansatz hat sich bewährt und wird von den Autofahrerinnen und Autofahrern auch angenommen.

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