Umwelt und Klima

Miteinander statt übereinander reden

Das war der Bürgerdialog mit der Automobilindustrie am 13. September in Frankfurt/Main

Über die Zukunft der Mobilität wird derzeit in der Öffentlichkeit lebhaft diskutiert. Kernfrage ist, wie der Verkehr klimaneutral werden kann und welche Rolle das Auto dabei spielt. Dabei geht es nicht nur um ökologische Aspekte, sondern auch darum, wie Arbeitsplätze erhalten werden können und wie Mobilität erschwinglich bleibt. Auf Einladung des VDA diskutierten hierüber am 13. September während der IAA in Frankfurt über 200 Bürgerinnen und Bürger mit den CEOs von Bosch, Daimler und Porsche sowie Vertretern aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden.

Impressionen vom Bürgerdialog

Mobilität ist im Umbruch. Elektromobilität kommt. Und das ist auch notwendig. Die Automobilindustrie will bis 2050 klimaneutral werden. Deswegen müssen wir heute Schwung holen. Bei den Fahrzeugen. Und bei der Infrastruktur. Auch Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen werden kommen, neue Dienstleistungen wie Car- oder Ride-Sharing entstehen.

Dies alles wirft Fragen auf, die nicht nur Politik und Unternehmen betreffen, sondern genauso diejenigen, die Autos und andere Verkehrsträger im Alltag nutzen. Wie lässt sich der Verkehr nachhaltig gestalten – ökologisch, ökonomisch und sozial? Und welche Wege gibt es, den Menschen in der Stadt und auf dem Land zukünftig den Zugang zu einer klimafreundlichen, flexiblen, effizienten und bezahlbaren Mobilität zu ermöglichen? Auf Einladung des VDA waren während der IAA etwa 200 Bürgerinnen und Bürger nach Frankfurt gekommen, um diese Fragen zu diskutieren.

Wer Fragen stellen wollte, durfte mit auf das Podium

Auf dem Podium diskutierten zunächst die CEOs von Bosch, Daimler und Porsche, Dr. Volkmar Denner, Ola Källenius und Dr. Oliver Blume, zusammen mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und dem Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger. Bürgerinnen und Bürger konnten auf dem Podium Platz nehmen, Fragen stellen und Kritik äußern. Während der anschließenden Diskussion in kleineren Gruppen bestand Gelegenheit, mit den CEOs und den übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es auch darum, konkrete Probleme und Diskussionsansätze zu erarbeiten, die anschließend im Plenum vorgestellt wurden.

In einer Schlussrunde diskutierten dann Marion Jungbluth von der Verbraucherzentrale Bundesverband, Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag sowie Sascha Pallenberg, Daimler AG, über die Nutzerperspektive auf die Mobilität. Wie müssen Angebote und Bedingungen gestaltet werden, damit die Menschen die neuen, nachhaltigen Technologien und Services auch nutzen? Auch hier stehen Unternehmen, aber auch Bund, Länder und Kommunen vor gewaltigen Aufgaben.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Mobilität der Zukunft nachhaltig zu machen ist für die Automobilindustrie eine große Herausforderung. Der Dialog während der IAA hat gezeigt, wie wichtig der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist. Wir wollen erfahren, welche unterschiedlichen Ansprüche die Menschen an Mobilität und an das Auto stellen. Der anstehende Strukturwandel lässt sich nur erfolgreich gestalten, wenn Unternehmen, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten. Das war Konsens der Diskussion am 13. September und ist der Antrieb für den VDA, in Zukunft weitere Gelegenheiten zum Dialog zu bieten.

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