Umwelt und Klima

Umweltschutz in der Produktion

Die deutsche Automobilindustrie ist sich ihrer Verantwortung entlang des gesamten Produktions- und Nutzungszyklus eines Automobils bewusst.

Altfahrzeugverwertung

In Deutschland wurde ein hochwertiges, zertifiziertes Rücknahme- und Verwertungsnetzwerk für Altfahrzeuge aufgebaut. Die kostenlose Rücknahme ist garantiert. Die gesetzlich vorgeschriebenen Recycling- und Verwertungsquoten werden erreicht. Häufig wird in der Öffentlichkeit eine Anzahl von jährlich ca. 1,3 bis 1,4, Mio. Fahrzeugen mit unbekanntem Verbleib als (illegaler) Export von Altfahrzeugen und damit als Verlust von Ressourcen dargestellt. Diese Darstellung ist falsch. Vielmehr wird ein Großteil dieser Fahrzeuge im Land umweltgerecht verwertet, jedoch statistisch nicht erfasst. Der Hauptgrund für die stetig geringer werdende  Anzahl von „offiziellen“ Altfahrzeugen ist die über die letzten Jahre gesunkene Bedeutung des Verwertungsnachweises bei der Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen.


Alle bisher vorliegenden Untersuchungen zeigen, dass aus Deutschland nur sehr wenige echte Altfahrzeuge abfließen. Die meisten Fahrzeuge, die das Land verlassen, sind Gebrauchtfahrzeuge. Dieser freie Warenfluss ist für eine funktionierende Wirtschaft wichtig und darf nicht eingeschränkt werden. Der Begriff „illegaler Altfahrzeugexport“ wird hier oft vorgeschoben, die Begriffe „Altfahrzeug“ und „Gebrauchtfahrzeug“ verschwimmen oder werden unpräzise verwendet. Dabei ist der bereits existierende Verwertungsnachweis das geeignete Unterscheidungsmerkmal. Wenn die Zulassungsbehörden bei endgültiger Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen diesen konsequent verlangen würden, könnte die ordnungsgemäße Behandlung von Altfahrzeugen in den vorhandenen Verwertungsbetrieben besser erfasst und die Grauzone zwischen Altfahrzeug und Gebrauchtwagen aufgehoben werden.

Dr. Stefan  Wöhrl
Dr. Stefan Wöhrl Leiter Abteilung Umweltpolitik und technischer Umweltschutz

Tel: +49 30 897842-300 Fax: +49 30 897842-600
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