Umwelt und Klima

Umweltschutz in der Produktion

Die deutsche Automobilindustrie ist sich ihrer Verantwortung entlang des gesamten Produktions- und Nutzungszyklus eines Automobils bewusst.

(Neu-)Einstufung, Beschränkung und Zulassungspflichten

Sensibilisierung der Lieferkette                                   

In der Europäischen Union wird die Einstufung und Verwendung von Chemikalien durch die CLP-Regulierung 1272/2008/EU und die REACH-Verordnung 1907/2006/EU geregelt.

Die dort vorgesehenen Prozesse zur Risikobewertung und (Neu-)Einstufung können zu geänderten Gefährdungseinstufungen, zu Beschränkungen oder zur Anzeige- bzw. Zulassungspflichten von Stoffen führen.

Innerhalb der REACH- und CLP-Prozesse zur Entscheidungsfindung sind jeweils öffentliche Konsultationsverfahren vorgesehen, deren Inhalte im weiteren Verfahren berücksichtigt werden.

Der Konsultationsprozess bietet den betroffenen Parteien die Möglichkeit, den Behörden umfassende Informationen für eine fundierte Bewertung weiterzugeben (z.B. Verwendung, vorhandene Risikominderungsmaßnahmen, sozioökonomische Auswirkungen, fehlende Substitutions-möglichkeiten, Konsequenzen für die  Lieferkette, etc.). Die Beteiligung der betroffenen Parteien ist vom Gesetzgeber ausdrücklich erwünscht.

Innerhalb des VDA befasst sich der AK Gefahrstoffe mit diesen Themen und beteiligt sich bei Relevanz für die Automobilindustrie an den jeweiligen Konsultationen.

Zur Recherche, ob Stoffe relevant sind, nutzt die Automobilindustrie ihre Material- und Gefahrstoffdatenbanken. Stoffe, die ausschließlich in der Lieferkette verwendet werden oder die aufgrund geringer Konzentrationen nicht deklariert werden müssen, können darüber jedoch nicht identifiziert werden. Bei der Identifizierung dieser Stoffe ist der VDA AK Gefahrstoffe daher auf Mithilfe innerhalb der Lieferkette angewiesen.

Eine frühzeitige „Meldung“ der relevanten Stoffe durch die Lieferkette ermöglicht es den OEMs (über den VDA AK Gefahrstoffe), ihre Lieferanten bei den Konsultationsprozessen zu unterstützen.

Unter den nachfolgenden Links finden sich alle relevanten Listen zu Stoffen, die aktuell durch die Behörden bewertet werden. Diese Listen werden regelmäßig durch die ECHA (Europäische Chemikalienagentur) aktualisiert.

  • Verzeichnisse der geplanten und laufenden Aktivitäten zur CLP-(Neu)Einstufung, Beschränkung und SVHC-Einstufung von Stoffen. https://echa.europa.eu/de/registry-of-intentions
  • PACT-Liste: Stoffe, für die eine Risikobewertung (HA oder RMOA) durchgeführt wird. Aus dem Ergebnis dieser Risikobewertung kann weiterer Regulierungsbedarf für die jeweiligen Stoffe resultieren. https://www.echa.europa.eu/de/pact
    (PACT: Public Activity Coordination Tool // HA: Hazard Assessment // RMOA: Risk Management Option Analysis)

Bitte überprüfen Sie regelmäßig die entsprechenden Listen auf Relevanz für die von Ihnen in Ihrem Unternehmen eingesetzten Stoffe. Außer aus diesen Listen können Sie Informationen auch über Ihre Fachverbände und über Ihre Lieferkette erhalten.

Bei Betroffenheit können Sie einfach über das eingefügte Formular eine Information an die VDA Geschäftsstelle senden, die diese Informationen an den VDA AK Gefahrstoffe weiterleitet.

Für die Rückmeldung an den VDA bitten wir um die Verwendung des anhängenden Formulars. Dieses Formular schicken Sie dann bitte an peres@vda.de.

Selbstverständlich werden alle an den VDA übermittelten Informationen vertraulich behandelt.

Bezüglich der weiteren Vorgehensweise erfolgt jeweils eine Kontaktaufnahme durch den VDA.

Christina Meßner
Christina Meßner Referentin der Abteilung Umweltpolitik und technischer Umweltschutz

Tel: +49 30 897842-302 Fax: +49 30 897842-600
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