Wirtschaftspolitik und Infrastruktur

Energie

Mit der Energiewende hat sich die Bundesregierung im Energiekonzept vom September 2010 sowie in den energiepolitischen Beschlüssen vom Juni 2011 ehrgeizige Ziele gesetzt: die Entwicklung einer Energieversorgung ohne Atomenergie mit stetig wachsendem Anteil erneuerbarer Energien (EE).

Eigenstromversorgung in der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie erzeugt seit jeher einen hohen Anteil ihres Stroms in eigenen Kraftwerken. Diese dezentrale Eigenstromversorgung unterstützt die Energiewende. Denn einerseits wird überwiegend die ressourcenschonende Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt, andererseits entlastet sie die öffentlichen Netze, weil der Strom am Ort des Verbrauchs erzeugt wird. Die Eigenstromversorgung reduziert damit den Druck zum Ausbau der Stromnetze, der ohnehin eine der schwierigsten Herausforderungen im Rahmen der Energiewende ist.

Allerdings ist die Kostenbelastung für die Eigenstromversorgung stark gestiegen. Seit Anfang August 2014 müssen Unternehmen auf Strom, der in Kraftwerken zur Eigenversorgung erzeugt wird, eine 40-prozentige EEG-Umlage zahlen. Seit Anfang 2018 akzeptiert die EU-Kommission diese Begrenzung auf 40 Prozent aus beihilferechtlichen Gründen nicht mehr. Daher müssen Betreiber von KWK-Anlagen, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb gegangen sind, seit Jahresbeginn 2018 die volle EEGUmlage zahlen. Ohne die Begrenzung der EEG-Umlage drohen jedoch zahlreiche KWK-Anlagen unwirtschaftlich zu werden. Der VDA setzt sich hier für eine Bestandsschutzregelung für solche KWK-Anlagen ein, die bereits Ende 2017 in Betrieb waren. Für neue Anlagen, die 2018 gebaut werden, soll es künftig eine Neuregelung im EEG geben.

Dr. Stefan  Wöhrl
Dr. Stefan Wöhrl Leiter Abteilung Umweltpolitik und technischer Umweltschutz

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