Wirtschaftspolitik und Infrastruktur

Handel

Der Zugang zu Auslandsmärkten ist für die Unternehmen der Automobilindustrie unerlässlich. Das Wachstum findet – abgesehen vom US-Markt – vor allem auf den Märkten außerhalb der Triade statt: in Osteuropa, Asien, Lateinamerika und anderen Schwellenländern mit steigender Motorisierung.

Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit

Die Internationalisierungsstrategie der deutschen Automobilindustrie führt zu vermehrten Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Um den Unternehmen der deutschen Automobilindustrie den Marktzugang in diesen Ländern zu erleichtern, arbeitet der VDA mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zusammen. Das BMZ kann über seine vor Ort tätigen Experten den Unternehmen Zugang zu weit verzweigten lokalen Netzwerken verschaffen. Daneben bietet es auch diverse Förderungen für den Eintritt in schwierige Märkte an.

In der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft legt das BMZ seinen regionalen Fokus auf Afrika, ist aber auch in Asien, im Nahen Osten und in Lateinamerika stark aufgestellt. Neben dem regionalen gibt es zwei thematische Schwerpunkte: Fluchtursachenbekämpfung und Nachhaltigkeit in der Lieferkette.

Um einen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen zu leisten, unterstützt das BMZ gemeinsam mit deutschen Unternehmen und Verbänden die Berufsausbildung und die Unternehmensansiedlung in Ländern Afrikas und des Nahen Ostens. Damit sollen vor Ort Arbeitsplätze und Perspektiven entstehen. In Zusammenarbeit mit deutschen Verbänden werden derzeit Ausbildungszentren in diversen Ländern geplant. Dort sollen Menschen in technischen Berufen ausgebildet werden. Dies dient sowohl zur Qualifizierung einheimischer Fachleute als auch als Anreiz zur Ansiedlung internationaler Investoren.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Schaffung von mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Dabei geht es vor allem um die Einhaltung von Umwelt-, Energie und Sozialstandards. In einem beispielhaften Projekt unterstützt das BMZ seit Ende 2015 einen großen deutschen Automobilzulieferer in Mexiko beim Aufbau eines nachhaltigen Lieferantenmanagements. Im Rahmen dieses Projekts sollen lokale Lieferanten ausgebildet werden, um ihr Umwelt- und Energiemanagement zu optimieren. Hierbei übernimmt das BMZ mehr als 40 Prozent der Projektkosten. Die Projekte helfen Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, und fördern gleichzeitig die Wirtschaftsaktivitäten in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

Kahan Ertik Wirtschafts- und Klimapolitik

Tel: +49 30 897842-353 Fax: +49 30 897842-7353
Nach oben springen