Gremien der Abteilung Logistik

Arbeits- und Projektgruppen des AK PLM

Der AK PLM ist ein effektives Netzwerk von Herstellern und Zulieferern der Automobilindustrie.

Mit der Veröffentlichung der VDA-Empfehlung 4968, dem so genannten Vehicle Electric Container (VEC) hat der AK PLM eine Spezifikation bereitgestellt, die alle Aspekte der Bordnetzentwicklung umfasst. Hauptaugenmerk der Arbeiten 2013 lag auf der Unterstützung zur praxisgerechten Einführung des VEC in der Industrie. Das große Interesse bei Anwendern und IT-Herstellern spiegelt die Teilnehmerzahl des nun schon im zweiten Jahr durchgeführten VEC-Days wider. Die Projektgruppe konnte beinahe 100 Teilnehmer verzeichnen.

Viele Firmen managen schon heute in ihren PLM-Systemen Millionen von JT-Dateien. Um durchgängig in Multi-CAD-Umgebungen 3D-Daten austauschen zu können, sind fähige Visualisierungsformate gefragt. Im Gegensatz zu den viel mächtigeren CAx-Datensätzen erlaubt der Datenaustausch von leichtgewichtiger 3D-Daten kostengünstige Realisierungen von z.B. DMU (Digital Mock-up), Simulation, Design in Context und zeichnungslose Prozessketten. Über eine Dekade hinweg hat das JT-Format bewiesen, dass es die zugehörigen Anforderungen der Industrie erfüllt. Zahlreiche  Firmen managen heute schon in ihren PLM-Systemen Millionen von JT-Dateien. Ende 2012 wurde die JT Spezifikation V9.5 in vollem Umfang als ISO-Standard (ISO 14306) veröffentlicht. Durch die Offenlegung des JT-Formats reduziert sich die Total Cost of Ownership (TCO) und die bislang getätigten Investitionen werden geschützt. Zudem wurde die von der Industrie geforderte Unabhängigkeit von spezifischen IT-Herstellern erreicht. Zusammen mit dem ProSTEP iViP Verein hat der AK PLM auch in 2013 die Anwendungsunterstützung bzgl. JT vorangetrieben. Wie schon in den Vorjahren wurden drei Aktivitäten aufeinander abgestimmt vorangetrieben:

  • JT Workflow Forum (JT WF),
  • JT Implementor Forum (JT IF),
  • JT Translatoren Benchmark (JT BM).

Dem JT WF kommt dabei die besondere Rolle eines Steuerungsgremiums zu. Ausgehend von den bislang dokumentierten Fallbeispielen werden alle weiteren JT-Aktivitäten geplant. Um die Akzeptanz der Technologie zu steigern, wurde zusätzlich ein neues Instrument eingeführt – die so genannten JT Showcases. Hier zeigen die im JT IF engagierten IT-Hersteller, welche Möglichkeiten den Anwendern mit ihrer Software zur Verfügungen gestellt wird und wie sich ein Use Case anfühlt. Das JT IF hat darüber hinaus Software-Testrunden gestartet und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Software-Qualität von am Markt erhältlicher Software beigetragen. Derzeit laufen die Vorbereitungen zum 5. JT Benchmark, in dem neue JT-Funktionalitäten aber auch das Zusammenspiel von JT und STEP AP 242 XML aussagekräftig geprüft werden.

STEP ist bereits  der bedeutendste Standard zur neutralen Beschreibung von Produktdaten. Die ISO-Standardisierungsprojekte JT und STEP AP 242 sind zeitlich aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig. Mit dem ISO-JT-Standard 14306 wird ein neutrales Visualisierungsformat zur Verfügung gestellt. Meta- und Strukturdaten, Prozessdaten und Kinematikdaten können über STEP AP 242 XML abgebildet werden. STEP ist bereits heute der bedeutendste Standard zur neutralen Beschreibung von Produktdaten. Durch die zusätzliche Nutzung im Visualisierungsumfeld, wird die Bedeutung von STEP in Zukunft massiv zunehmen. Auch das ist ein Beitrag zum Investitionsschutz. Im STEP AP 242 Standardisierungsprojekt ist der VDA Partner eines internationalen Konsortiums. Wesentliches Ziel war es, die beiden weltweit führenden STEP-Anwendungsprotokolle AP 203 und AP 214 zum so genannten STEP AP 242 zusammenzuführen. Die Veröffentlichung der zugehörigen ISO 10303-242 ist für Anfang Q1/2014 geplant. Damit wird ein Anwendungsprotokoll zur Verfügung gestellt, das modern ist, die Anforderungen der Automobil- aber auch die der Luftfahrtindustrie erfüllt und damit branchenübergreifend den Produktdatenaustausch-Backbone der Zukunft bildet.

Medienbrüche verhindern durchgängige IT-Prozesse. Erklärtes Ziel des in 2013 gestarteten Projektes ist es daher, die VDA Empfehlung 4953 um einen Teil 3 zu erweitern, der firmenübergreifend durchgängige, zeichnungslose Prozesse und Methoden spezifiziert. Daher wurden in einem ersten Schritt die Anforderungen aus den Konzepten bzw. Umsetzungen der Teilnehmerfirmen analysiert, das Konzept „ZLP-Container“ abgestimmt und der Entwurf der Empfehlung ausgearbeitet. Mehrsprachigkeit, Austauschformate und Knowhow-Schutz (IPP) sind dabei genauso Themen wie Anschluss-geometrie, Spiegelteile, Teile ohne Teilenummer oder Änderungsmanagement und  die Unterstützung von Redlining.

Ausgewählte Publikationen zum Thema

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