AK Digitale Fabrik

Der Begriff der Digitalen Fabrik wird vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) folgendermaßen definiert: „Die Digitale Fabrik ist der Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen – u. a. der Simulation und dreidimensionalen Visualisierung, die durch ein durchgängiges Datenmanagement integriert werden. Ihr Ziel ist die ganzheitliche Planung, Evaluierung und laufende Verbesserung aller wesentlichen Strukturen, Prozesse und Ressourcen der realen Fabrik in Verbindung mit dem Produkt." (VDI-Richtlinie VDI 4499 Blatt 1:2008-02, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Fabrik). Die Digitale Fabrik versucht demzufolge, durch verschiedene Methoden, Instrumente und informationstechnologische Unterstützung eine (geplante) reale Fabrik von der Entwicklung der Produkte, der Planung der Produktion bis hin zum Anlauf der Fabrik und deren Betrieb digital darzustellen. Das Ziel besteht darin, alle Bereiche einer Fabrik mit Hilfe von IT zu planen, zu simulieren und betreiben zu können. Der wachsende Anspruch der Unternehmen an Flexibilität und Veränderungsnotwendigkeit, bedingt durch einen stetig wachsenden Wettbewerb, stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Ziel ist es, parallel zur realen Fabrik ein virtuelles Abbild zu schaffen. Diese virtuelle Fabrik ermöglicht den Planungsprozessen ein Abbild in (R)Echtzeit sowohl für die kurzfristigen Planungsprozesse im Betrieb als auch für die längerfristigen Prozesse der Produktionsplanung.

Die Themen „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ werden aktuell immer wichtiger. Hier geht es um eine weitere Automatisierung und Vernetzung der Produktion und eine weitgehende Steuerung der Produktion auf Basis der Datenströme im Unternehmen. Der Arbeitskreis „Digitale Fabrik“ hat dieses Thema aufgegriffen, da die Datenflüsse aus der Planung in die Produktion und umgekehrt eine Grundlage für Industrie 4.0 sind. Daraus ergibt sich eine enge Verknüpfung dieser beiden Themen und legt daher nahe, dieses Thema im VDA gemeinsam mit der Digitalen Fabrik zu behandeln. Darüber hinaus bietet die smarte Fabrik, wie sie durch Industrie 4.0 propagiert wird, enorme Freiheitsgrade, die die Anforderungen an die Planung dieser Fabriken deutlich komplexer gestaltet.

Die besondere Herausforderung besteht dabei darin, dass aufgrund sich stetig verschärfender Rahmenbedingungen im Wettbewerb die Ansprüche an die Unternehmen im Hinblick auf Flexibilität und Veränderungsnotwendigkeit immer größer werden.

Der Arbeitskreis Digitale Fabrik organisiert den Erfahrungsaustausch zu den Themen der digitalen Planung, um ein gemeinsames Verständnis zwischen OEM und Zulieferern hinsichtlich der Prozesse, Methoden und Mechanismen zu schaffen. Auf Basis gemeinsamer Sichten sollen dazu Standards, Empfehlungen oder Richtlinien definiert und  zusätzlich Anforderungen der Automobilindustrie an die Anwendung und Weiterentwicklung von Softwareprodukten im Umfeld der digitalen Planung definiert werden. Der Arbeitskreis Digitale Fabrik ist die gemeinsame Interessenvertretung und das Sprachrohr der OEM und Zulieferer innerhalb des VDA für die obengenannten Methoden, Standards usw. Zur Umsetzung seiner Mission und der vereinbarten Ziele organisiert der Arbeitskreis Digitale Fabrik die Kooperation mit anderen verwandten Gremien und Plattformen, wenn sinnvoll, auch international. Zur Bearbeitung von Projekten und zum Erfahrungsaustausch zu speziellen Themen kann der Arbeitskreis Digitale Fabrik entsprechende Arbeits- und Projektgruppen einsetzen.

 

Arbeits- und Projektgruppen des AK Digitale Fabrik:

Horst Röhl Leiter Arbeitskreis Digitale Fabrik ITP PROJEKT DIG. FACTORY / PRODUKTIONSPLG.
Brieffach 1832
38.436 Wolfsburg
Tel: +49 (5361)-9-39384  
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