Operative Steuerung von LKW auf der Basis von Trackinginformationen

Für die Optimierung und Automatisierung der Inbound Materialflüsse ist es notwendig die anliefernden LKW schon mit Abfahrt (z. B. beim Lieferanten, Gebietsspedtion-Hub, Crossdock) bzw. innerhalb der einzelnen Transportabschnitte zu verfolgen (tracken) und zu steuern.

Das Tracken der LKW ermöglicht es eine Transparenz zu erhalten und ggf. frühzeitig auf Abweichungen reagieren zu können. Während das automatische Tracking vom Warenversender bis zum Warenempfänger durch entsprechende VDA-Empfehlungen bereits unterstützt wird, fehlen Standards für die Übertragung von Kommunikation vom WE zum TDL (insbesondere Steuerungsanweisungen an den TDL bzw. Fahrer des LKW). Aber gerade das Steuern der LKW im Zulauf ermöglicht es Prozessschritte zu automatisieren und LKW zielgerichtet zu steuern ohne manuelle Interaktionen mit den Fahrern.

Aktuell werden bei einzelnen Mitgliedsunternehmen eigene Apps verwendet, über die die Prozesse Tracking und Steuerung unterstützt werden können. Da viele Spediteure und TDL eigene Transport-Management-Systeme (TMS) nutzen und zu erwarten ist, dass diese speditionseigenen TMS in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen, ist es dringend erforderlich, eine standardisierte Schnittstelle für diese Prozesse und Systeme zu definieren. Zudem wird es auch künftig viele unterschiedliche TMS geben die eine standardisierte Schnittstelle erforderlich machen.

Ziel:
Erarbeitung einer VDA-Empfehlung , die einen standardisierten Datenaustausch (Kommunikationsprotokoll, Dateninhalte, Datenformat(Syntax)) mit TMS beschreibt. Auf der Grundlage dieser Empfehlung sollen Applikationsentwickler die verschiedenen TMS so erweitern bzw. programmieren können, dass die Anforderungen der operativen Steuerung einheitlich unterstützt werden.
 

 

Digitalisierung der Fahrzeuglogistik

Die neuen vernetzten Fähigkeiten von Fahrzeugen sollen für logistische Prozesse erschlossen werden Hierfür ist ein koordinierter Austausch von Informationen zwischen OEMs und externen Dienstleistern notwendig. Die drei Handlungsfelder sind: Ortung von Fahrzeugen und Transportmitteln, Servicemaßnahmen und autonome Fahrprozesse.

Projektziele:

Ziel ist die prozessuale Standardisierung des Informationsaustausches zwischen OEM und LSP und deren Beschreibung in einer VDA Empfehlung. Hierbei müssen folgende Fragestellungen geklärt werden:

  1. Fachliche Beschreibung der auszutauschenden Daten (Wie, was, wann, wie oft, wer, wohin, warum)
  2. Prämissen und Grundprinzipien des Datenaustausches
  3. Klassifizierung der Daten gemäß Nevada-Konzept
  4. Die Klärung der Vorgehensweise zur  IT-technische Umsetzung.

Ein weiteres Ziel ist die Klärung des Bedarfs der Standardisierung von Fahrzeugerfassungsvorgängen.

Drittes Ziel ist eine strategische Aussage zur Rolle des autonomen Fahrens in der Fahrzeuglogistik.

Das Projekt wird in Kooperation mit Odette und ECG durchgeführt.

Jörg Walther VDA
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Tel: +49 30 8978 42224  
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