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    Elektromobilität

    Mit massiven Investitionen in die Zukunft der Mobilität

    Bis 2025 werden die im VDA organisierten Hersteller und Zulieferer 150 Milliarden Euro in Elektromobilität, neue Antriebe und Digitalisierung investieren. Das ist mehr, als der Bund im selben Zeitraum für Bildung und Forschung aufbringt.

    Bis 2025 werden die im VDA organisierten Hersteller und Zulieferer 150 Milliarden Euro in Elektromobilität, neue Antriebe und Digitalisierung investieren. Das ist mehr, als der Bund im selben Zeitraum für Bildung und Forschung aufbringt.

    150 Milliarden Euro für Zukunftstechnologien

    Die Automobilindustrie befindet sich mitten in der größten Transformation ihrer Geschichte seit der Entwicklung des Verbrennungsmotors. Bereits der EU-Grenzwert von 95 Gramm CO₂ pro Kilometer, den die Pkw-Hersteller 2021 im Durchschnitt ihrer Neuwagenflotten erreichen müssen, ist mit konventionellen Antriebsarten trotz der zunehmenden Effizienz der Fahrzeugmotoren nicht zu erreichen. Das gilt noch mehr für die Ziele für 2025, wenn noch einmal um 15 Prozent gegenüber 2021 reduziert werden muss, und für 2030, wenn -37,5 Prozent gegenüber 2021 zu erreichen sind. Das langfristige deutsche Klimaziel wurde im Mai noch einmal verschärft und sieht nun Klimaneutralität im Jahr 2045 vor, fünf Jahre vor der EU.

    Um derartig ambitionierte Vorgaben zu erreichen, bedarf es hoher Investitionen der Automobilindustrie. Allein in den nächsten fünf Jahren werden die im VDA organisierten Hersteller und Zulieferer 150 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien investieren. Ein großer Teil dieser Investitionsausgaben wird in die Elektromobilität fließen, da sie bei Nutzung von regenerativem Strom eine CO₂-neutrale Fortbewegung ermöglicht. Der hohe Wirkungsgrad des Elektromotors macht diesen Antrieb zu einer Kerntechnologie zur effizienten Erreichung der Klimaziele. Insbesondere im Bereich der Batterietechnologie werden hohe Entwicklungsausgaben anfallen. Außerdem werden die Unternehmen in großem Maße in die Digitalisierung und in neue Antriebe investieren.

    Automobilindustrie Nummer eins bei Forschung im Inland

    Eine Betrachtung des Forschungs- und Entwicklungsstandorts Deutschland 2019 ergibt, dass die Automobilindustrie mit insgesamt 28,2 Milliarden Euro ihre Ausgaben noch einmal um vier Prozent steigern konnte (Quelle: Stifterverband). Hiervon entfallen 60 Prozent auf die Automobilhersteller und 40 Prozent auf die Zulieferindustrie. Mit 37 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen der gesamten deutschen Wirtschaft (ohne Staat und Hochschulen) ist die Automobilindustrie mit großem Abstand der Industriezweig mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE).

    Die nächstwichtigsten Branchen Elektronik, Maschinenbau, Pharma und Chemie erreichen in Summe nur einen geringfügig höheren Wert. Die hohe Relevanz der Hersteller und Zulieferer manifestiert sich zudem in der Anzahl der Arbeitsplätze. Mit 139.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 29 Prozent aller FuE-Beschäftigten in Deutschland in der Automobilindustrie aktiv. In keiner anderen Branche sind annähernd so viele hoch qualifizierte Beschäftigte im Innovationsbereich tätig. Gleichzeitig stiegen die Belegschaftszahlen in den FuE-Abteilungen wesentlich schneller als die Gesamtbeschäftigung: Seit 2010 sind fast vier von zehn neuen Stellen in der deutschen Automobilindustrie im Bereich Forschung und Entwicklung entstanden – mehr als 51.000 zusätzliche Arbeitsplätze wurden geschaffen. Im Kontext der internationalen Arbeitsteilung der Branche unterstreicht diese Entwicklung einmal mehr den hohen Stellenwert von Innovation und Technologie am Automobilstandort Deutschland.

    Ansprechpartner

    Alexander Fritz

    Referent Automobilprognosen, Statistiken Produktion und Export, CO₂-Emissionen, Elektromobilität, Strukturanalysen

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