







Forum Automobillogistik
FAL 2026 - Das Branchentreffen der Automobil- und Logistikbranche bei Volkswagen in Wolfsburg
Innovative Logistiklösungen, digitale Vernetzungen, resiliente Lieferketten und Effizienzpotenziale der Automatisierung – beim 14. Forum Automobillogistik in der Autostadt von Volkswagen wurden die Themen diskutiert, die Hersteller, Zulieferer und Logistiker derzeit bewegen.
Unter dem Motto "Speed & Efficiency – Winning Tomorrow’s Competition" haben der Verband der Automobilindustrie (VDA) und die Bundesvereinigung Logistik (BVL) am 4. und 5. März 2026 das Forum Automobillogistik in Wolfsburg veranstaltet. Gastgeber in diesem Jahr: die Konzernlogistik von Volkswagen. Die perfekte Bühne also, um gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus Logistik, Supply Chain Management und Automobilproduktion über innovative und praxisnahe Logistiklösungen zu diskutieren.
450 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger folgten der Einladung nach Wolfsburg, um den abwechslungsreichen Vorträgen der 50 Speaker zu folgen und die innovativen Showcases von 36 Ausstellern vor Ort zu bewundern.
Wolfsburg ist nicht nur das Herz der Volkswagen Group, sondern auch ein bedeutender Ort für die deutsche Automobilgeschichte. Viele richtungsweisende Entscheidungen für die Logistik im Volkswagenkonzern wurden und werden hier getroffen – der perfekte Platz, um über Trends und die Zukunft der Automobillogistik zu sprechen.
Im Mittelpunkt des FAL standen 2026 der Austausch und die Debatte über die anhaltenden globalen Unsicherheiten, neue Zölle, fragile Rohstoffverfügbarkeiten, anhaltende Halbleiterengpässe und geopolitische Spannungen. All diese Faktoren verändern die Spielregeln der Automobillogistik in einer Zeit, in der Volatilität das neue Normal ist und allen Playern schnelle Entscheidungsfindungen und ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt. Gleichzeitig treiben Digitalisierung, Automatisierung und der Wunsch nach resilienten, regional ausbalancierten Lieferketten die Transformation mit Hochdruck voran.





Globale Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und neue Handelsbarrieren stellen die Automobillogistik vor große Herausforderungen. Genau hier setzt das Forum Automobillogistik an: Wir zeigen Lösungen auf, wie Unternehmen dieses Spannungsfeld erfolgreich meistern können, und setzen mit dem Programm ein starkes Zeichen für die enge Verzahnung von Logistik, Produktion und Technologie als Grundlage für den Erfolg von morgen.Dr. Marcus BolligVDA-Geschäftsführer für Produkt und Wertschöpfung
Begrüßt wurden die Gäste von Dr. Marcus Bollig, VDA-Geschäftsführer, Kai Althoff, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) und Simon Motter, Vorsitzender der Geschäftsführung, Volkswagen Konzernlogistik GmbH & Co. OHG. Sie hoben das Potenzial der digitalen Technologien beim Meistern der vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit hervor. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, brauche es aber nicht nur mehr Geschwindigkeit, sondern auch eine Anpassung der etablierten Wertschöpfungssysteme.





Zu meinen Highlights beim Forum Automobillogistik 2026 gehören die Panels und Gespräche zu resilienten Lieferketten, die durch Digitalisierung, Automatisierung und KI messbar schneller und effizienter werden. Grundsätzlich dreht sich hier alles um die Fragen: Wie schnell sehen wir es? Wie klar entscheiden wir? Wie stabil liefern wir?Kai AlthoffVorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL)
Hochkarätige Rednerinnen und Redner aus der Branche und Wissenschaft
Der Austausch untereinander, viele Möglichkeiten zum Netzwerken und die persönlichen Gespräche mit den Fachexpertinnen und -experten rund um die Programmpunkte sowie während der festlichen Abendveranstaltung zeichnen das FAL seit Jahren aus. Insgesamt trugen rund 50 Rednerinnen und Redner mit ihren Keynotes, Fachvorträgen und Gesprächsrunden einen wichtigen Beitrag zum Programm bei.
Einen kleinen Überblick über ausgewählte Sessions finden Sie hier:
Mit dem richtigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierungstools entlang der Wertschöpfungskette können Automobilindustrie und Logistik ihre Effizienz in Zeiten zunehmender Volatilität weiter steigern.
Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass genügend modellfähige Daten vorliegen. Nur so lassen sich die Potenziale der KI voll ausschöpfen und skalieren. Daher gilt es, die Datenvielfalt zu standardisieren und die Komplexität auf einige wenige Kernsysteme zu reduzieren.
Entscheidend ist dabei grundsätzlich, die Belegschaft transparent auf dem Weg der Automatisierung mitzunehmen, damit sich die Mitarbeitenden auf die jeweiligen Prozessoptimierungen fokussieren können.
Ohne eine innovative IT ist die Entwicklung neuer Fahrzeuggenerationen praktisch nicht möglich. Hauke Stars, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich IT, skizzierte in dieser Session, wie Volkswagen die Entwicklung zur Software-defined Company vollzieht. Damit treibt das Unternehmen die digitale Transformation auf der Unternehmens- und Produktebene mit smarten digitalen Plattformen, qualitativ hochwertigen Datensätzen und künstlicher Intelligenz voran.
Die Entwicklung der neuen Fahrzeuggeneration soll zunehmend virtuell erfolgen, weniger Zeit in Anspruch nehmen, Ressourcen sparen, nachhaltiger sein und schnellere Fortschritte, etwa in den Bereichen Batterietechnologie, Software-defined Vehicle (SDV) und beim autonomen Fahren, ermöglichen.
Niedrige Reichweite? Zu hohe Anschaffungspreise? Öffentliche Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw immer noch zu überschaubar? Ob es sich bei diesen kritischen Fragen rund um den Einsatz elektrischer Lkw um zeitgemäße Herausforderungen oder überholte Mythen handelt, wurde im Panel "Einsatz von Elektro-Lkws in der Automobillogistik" thematisiert. Alle beteiligten Parteien standen an einem Tisch: Die E‑Lkw‑Hersteller, die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur und die Logistikbranche.
Fakt ist: Rund 500 Kilometer reinelektrische Reichweite sind bereits heute in modernen E-Lkw problemlos möglich. Der Kauf von E-Lkw rechnet sich bei entsprechender Auslastung durch die eingesparten Mautkosten zügig. Die Möglichkeit, emissionsfreie Lkw mautfrei auf den Autobahnen zu bewegen, wurde bis zum 30.06.2031 verlängert. Beim Laden ist die private Ladeinfrastruktur aber immer noch unverzichtbar, denn der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für E-Nutzfahrzeuge muss dringend mehr Fahrt aufnehmen. Gleichzeitig gilt es, die Genehmigungsverfahren für private Ladepunkte für Nutzfahrzeuge spürbar zu verkürzen.
Lieferengpässe können eine komplette Wertschöpfungskette zum Erliegen bringen, mit schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Unternehmen und Kunden. Wie sich das Risiko für ein solches Szenario vermindern lässt, wurde in der FAL-Session "Next-Generation IT: Strategic Technologies for Tomorrows Logistics" skizziert.
Um die Risiken für die Lieferketten und damit für die Wertschöpfungskette in Zeiten zunehmender Volatilität und geopolitischer Spannungen zu reduzieren, ist es erforderlich, die Lieferketten gesamtheitlich nachzuvollziehen. Lieferantenbeziehungen müssen als Partnerschaft verstanden werden. Dies ist die Grundlage, um systemgestützt Daten zu sammeln und gewinnbringend einzusetzen. Liegen ausreichend Daten in der erforderlichen Qualität vor, können mithilfe von KI und Machine-Learning-Prozessen Routinetätigkeiten und perspektivisch auch Entscheidungsprozesse automatisiert werden. Sind diese technischen Voraussetzungen geschaffen, können Lieferkettenkalkulationen anhand von Umfelddaten in die Zukunft verlängert und Abruf-Forecasts messbar verbessert werden. Das ermöglicht es, potenzielle Engpässe vorzeitig zu prognostizieren und Kompensationsmaßnahmen zu simulieren.

Verleihung des VDA-Logistik-Awards
Spannung, Glamour, tolle Projekte: Die Verleihung des VDA-Logistik-Award gehört jedes Jahr zu den absoluten Highlights auf dem Forum Automobillogistik. Der Award würdigt herausragende Logistiklösungen, die als Vorbild für andere Unternehmen der Automobilindustrie dienen.
2026 geht die Auszeichnung an das Projekt "Touchless Material Flow" (TMF) der Schaeffler AG. Mit der strategischen Initiative "Touchless Material Flow" verfolgt das Unternehmen das Ziel, manuelle Eingriffe entlang der gesamten Intralogistik zu reduzieren und durch automatisierte und KI-gestützte Lösungen einen neuen Standard in der Materialflussoptimierung zu setzen. Das Programm wurde 2021 gestartet und ist seitdem weltweit an mehreren Produktionsstandorten erfolgreich implementiert worden. Ein zentraler Erfolgsfaktor der Initiative ist ein umfangreiches Lösungsportfolio, das autonome Fahrzeuge, automatisierte Lager- und Transportsysteme sowie zukünftig auch humanoide Roboter umfasst. Das alles vernetzt in einem digitalen Ökosystem.
Ein beeindruckendes Projekt: Herzlichen Glückwunsch an das Gewinnerteam von Schaeffler und vielen Dank für die vielen inspirierenden Einsendungen für den VDA-Logistik-Award in diesem Jahr.





Ich gratuliere dem diesjährigen Preisträger, der Schaeffler AG, und mein Dank gilt allen Bewerbern um den Award. Die eingereichten Projekte zeugen von der großen Innovationskraft unserer Branche.Simon MotterVorsitzender der Geschäftsführung, Volkswagen Konzernlogistik GmbH & Co. OHG
Vielen Dank an alle Aussteller und Speaker für ihre Mitwirkung an der Fachausstellung und die Präsentation ihrer spannenden Produkte und Services. Ganz besonders bedanken möchten wir uns auch an dieser Stelle bei unseren FAL-Platin-Partnern, BLG Logistics, DSV und Schnellecke Logistics und bei unserem Gastgeber, der Konzernlogistik von Volkswagen. Sie alle haben maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen.
Bildnachweis aller Fotos: VDA/Christian Lietzmann
Fragen zur Veranstaltung? Ihre Ansprechpersonen:

Logistik
Sascha Gröbel
Fachgebietsleiter


