Keine Erholung: Pkw-Markt auch im Mai sehr schwach

Berlin, 04. Juni 2020

Im Mai sind die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 50 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden 168.100 Pkw neu zugelassen. Nach dem Rückgang im Vormonat von 61 Prozent bleibt der Markt damit auch nach Öffnung der Autohäuser weiter sehr schwach. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden damit 990.300 Pkw neu zugelassen (-35 Prozent). Dies ist der niedrigste Wert in diesem Zeitraum im wiedervereinigten Deutschland.

Der Auftragseingang aus dem Inland ist im Mai weiter massiv unter das Vorjahresniveau gesunken (-46 Prozent). In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gingen 34 Prozent weniger Aufträge aus dem Inland ein. Aus dem Ausland wurden im Mai 32 Prozent weniger Bestellungen verbucht. Im bisherigen Jahresverlauf lag der Auftragseingang aus dem Ausland um 26 Prozent unter Vorjahresniveau.

Von den Auswirkungen der Corona-Krise ist die Pkw-Produktion daher weiterhin massiv betroffen. Im Mai haben die deutschen Pkw-Hersteller ihre Produktion nur langsam hochgefahren: Es liefen in Deutschland lediglich 151.500 Pkw vom Band (-66 Prozent). Nach fünf Monaten lag die Fertigung bei knapp 1,2 Mio. Einheiten (-44 Prozent) und damit auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 1975. Auch das Exportgeschäft ist weiterhin außerordentlich schwach: Nur 105.100 Pkw wurden an Kunden in aller Welt ausgeliefert (-67 Prozent). Im bisherigen Jahresverlauf wurden 904.900 Fahrzeuge exportiert (-43 Prozent).

  Mai 2020 Jan. - Mai 2020
Personenkraftwagen *) Anzahl Veränderung
20/19 in %
Anzahl Veränderung
20/19 in %
Neuzulassungen

168.100

-50 990.300 -35
  davon
    dt. Marken inkl. Konzernmarken 110.400 -53 688.800 -36
    ausl. Marken 39.400 -58 243.800 -32
Export 105.100 -67 904.900 -43
Produktion 151.500 -66 1.182.200 -44

*) z.T. vorläufig

Quelle: VDA/KBA

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

Tel: +49 30 897842-120 Fax: +49 30 897842-603
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