Deutscher Elektro-Pkw-Markt erreicht im September neuen Höchststand

Berlin, 09. Oktober 2020

Neuzulassungen mehr als vervierfacht – Entwicklung bei Plug-In-Hybriden besonders dynamisch – mehr als jeder sechste im Inland im August produzierte Pkw fährt elektrisch

Im September erreichten die Neuzulassungen von Elektro-Pkw einen neuen Höchstwert. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verzeichneten sie im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Wachstum von 337 Prozent auf 41.353 Fahrzeuge und haben sich damit mehr als vervierfacht. 15,6 Prozent der in Deutschland neu angemeldeten Pkw werden damit bereits elektrisch angetrieben – vor einem Jahr waren es noch 3,9 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf stiegen die Neuzulassungen um 174 Prozent auf 204.492 E-Autos – das ist jeder zehnte neu zugelassene Pkw in Deutschland.

Maßgeblich zur hohen Dynamik trugen Plug-In-Hybride bei, deren Absatz im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 463 Prozent auf 20.127 Einheiten sprang. Die Neuzulassungen von rein elektrisch angetriebenen Pkw (BEV) stiegen um 260 Prozent auf 21.188 Fahrzeuge. „Der Durchbruch der Elektromobilität ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die geltenden anspruchsvollen CO2-Ziele der Europäischen Union zu erreichen. Die bei Kunden beliebten Plug-In-Hybride, die lokal emissionsfrei unterwegs sind und zudem über eine hohe Reichweite verfügen, leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Allerdings: Bei einer weiteren Zielverschärfung, wie sie von EU-Kommission und EU-Parlament derzeit überlegt wird, müsste der Hochlauf noch viel stärker anziehen. Hier ist Realismus dringend erforderlich, da z.B. die Ladeinfrastruktur begleitend ausgebaut werden muss“, betonte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Mit einem Marktanteil der deutschen Hersteller von 64 Prozent wurde der Vorjahreswert um 12 Prozentpunkte übertroffen. In den ersten drei Quartalen stammten rund zwei Drittel der Elektro-Pkw auf dem heimischen Markt von deutschen Unternehmen. Entscheidend dafür ist das breit angelegte Angebot der deutschen Konzernmarken, das in den nächsten Jahren von aktuell 70 auf rund 150 Modelle mehr als verdoppelt wird.

Privatkunden stellten auch im September mit 38 Prozent – im Gesamtmarkt lag dieser Anteil bei 36 Prozent - die wichtigste Käufergruppe von E-Autos dar, vor den Firmenwagenkunden (35 Prozent). Hildegard Müller: „Ein wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung bei den privaten Haltern ist – neben dem attraktiven Modellangebot – sicherlich die Verdoppelung des staatlichen Anteils am Umweltbonus. Die Förderung nimmt weiter Fahrt auf und stellt für die Kunden einen spürbaren Anreiz dar, auf ein E-Auto zu setzen.“ Der Umweltbonus verzeichnete im September laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit 27.436 Anträgen - davon 15.134 BEV - zum dritten Mal in Folge einen neuen Monatsrekord. Insgesamt sind seit Auflage dieser Maßnahme bereits 284.482 Anträge gestellt worden.

Die Inlandsproduktion von Elektro-Pkw erreichte im August mit 17,4 Prozent (33.959 Einheiten) einen neuen Höchststand, der über dem Anteil der E-Pkw am Gesamtmarkt liegt. Diese 17,4 Prozent teilen sich auf in 9,6 Prozentpunkte für reine E-Autos und 7,8 Prozentpunkte für Plug-In Hybride. Im bisherigen Jahresverlauf sind weltweit bereits 410.116 Pkw mit Elektromotor (+87 Prozent) von den Montagebändern deutscher Unternehmen gelaufen, davon wurden 184.050 Einheiten am Standort Deutschland gefertigt.

 

 

Eckehart Rotter
Eckehart Rotter Leiter Abteilung Presse

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