Deutscher Elektro-Pkw-Markt vervierfacht sich im Oktober auf neuen Rekord

Berlin, 10. November 2020

E-Pkw machen im Oktober schon 18 Prozent des Gesamtmarktes aus - 2020 bereits mehr als eine Viertelmillion E-Pkw neu zugelassen - Deutsche Hersteller verdoppeln weltweite E-Autoproduktion auf über eine halbe Million Einheiten

Im Oktober konnten die Neuzulassungen von Elektro-Pkw laut Kraftfahrt-Bundesamt mit einem Zuwachs um 303 Prozent auf 48.039 Fahrzeuge den Vormonatsrekord übertreffen. Damit hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat vervierfacht. Bereits knapp 18 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland wurden im Oktober elektrisch angetrieben, ebenfalls ein Höchstwert. Im bisherigen Jahresverlauf verdreifachten sich die Neuanmeldungen (+192 Prozent) auf 252.531 E-Autos, das entsprach einem Anteil am Gesamtmarkt von 10,9 Prozent.

Eine hohe Dynamik entwickelten sowohl die Plug-In Hybride, die um 258 Prozent auf 24.859 Einheiten anzogen, als auch die rein elektrisch angetriebenen Pkw, deren Absatz sogar um 365 Prozent auf 23.158 Fahrzeuge anstieg.

Die deutschen Hersteller erreichten bei Elektro-Pkw im Oktober einen Marktanteil von 70 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf entfielen 67 Prozent der Elektro-Pkw auf dem heimischen Markt auf deutsche Konzernmarken.

Die deutschen Hersteller bieten ein breites Spektrum an E-Fahrzeugen in den diversen Segmenten an. Derzeit sind es über 70 Modelle, bis Ende 2023 werden es sogar 150 sein. „Die deutschen Hersteller sind auf den internationalen Märkten stark vertreten. Sie sind Deutscher Meister und Europameister bei der Elektromobilität. Der Blick in die Zukunft unterstreicht den Anspruch der deutschen Automobilindustrie, weiter führend zu bleiben“, betonte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). 

Wichtigste Käufergruppe waren auch im Oktober die Privatkunden, auf die ein Anteil von 41 Prozent entfiel. Damit entschieden sich private Käufer überdurchschnittlich oft für ein E-Auto; ihr Anteil am Pkw-Gesamtmarkt beträgt nur 38 Prozent. Danach folgt im E-Markt das Firmenwagensegment mit 39 Prozent. Rund ein Fünftel entfallen auf Handel und Vermietgeschäft (inkl. Carsharing und Kfz-Handel).

Im Oktober gab es laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit 34.212 Anträgen - davon 18.598 BEV - auf den Umweltbonus zum vierten Mal in Folge einen neuen Monatsrekord. Insgesamt sind seit Auflage dieser Maßnahme bereits 318.694 Anträge gestellt worden. „Die Erhöhung des Umweltbonus‘ hat dem deutschen Elektro-Pkw-Markt einen weiteren Schub gegeben. Die Entscheidung, dass die Kombination verschiedener Förderprogramme auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene demnächst möglich sein wird, ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Elektromobilität zum Erfolg zu führen“, unterstrich Hildegard Müller.

Im September verdreifachte sich die Inlandsproduktion auf den neuen Rekord von 62.220 Elektro-Pkw, damit hatte jeder sechste in Deutschland hergestellte Pkw einen Elektroantrieb. Als besonders dynamisch erwies sich die Fertigung rein batterieelektrischer Fahrzeuge, die sich auf 30.486 Einheiten verfünffachte. Die VDA-Präsidentin sagte: „Die Transformation hin zum Elektroantrieb ist in der deutschen Automobilindustrie in vollem Gange und wird von den deutschen Herstellern aktiv nach vorne getrieben. Dieser Prozess ist sehr herausfordernd, eröffnet jedoch auch viele neue Chancen“. Es entfielen 8,2 Prozent auf reine
E-Autos und 8,5 Prozent auf Plug-In Hybride. 

Im bisherigen Jahresverlauf konnten die deutschen Hersteller ihre weltweite Produktion auf 524.705 Pkw mehr als verdoppeln. Allein am Standort Deutschland stieg die E-Pkw-Produktion bis September auf 246.300 (+92 Prozent).

 

 

Peter Schubert
Peter Schubert Referent

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