VDA-Kommentierung zum EU-Vorschlag für Zollsenkung
VDA-Präsidentin Hildegard Müller zum EU-Vorschlag für Zollsenkung
Kommentierung
Kommentierung
VDA-Präsidentin Hildegard Müller:
„Es ist gut, dass die EU-Kommission ihren Gesetzgebungsvorschlag zur Senkung der EU-Zölle auf US-Industriegüter auf Null wie angekündigt noch im August vorgelegt hat. Wir erwarten nun, dass die USA ihren Teil der getroffenen Vereinbarung ebenfalls zügig umsetzt und die Zölle auf Importe von Autos und Autoteilen aus der EU rückwirkend zum 1. August auf 15 Prozent senkt.
Planungs- und Rechtssicherheit sind für unsere Unternehmen jetzt entscheidend. Für die Automobilindustrie bedeuten die derzeit hohen Zusatzbelastungen erhebliche finanzielle Einbußen. Daher drängt die Zeit, hier schnell zu einer Entlastung für die Unternehmen zu kommen.
Zudem beobachten wir die weitere Entwicklung der US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumerzeugnisse mit Sorge. Hier ist darauf zu achten, dass keine neuen Belastungen für die Automobilindustrie oder andere Industriezweige der EU festgelegt werden.
Zudem darf nicht vergessen werden: Auch die nun vereinbarten US-Zölle werden die deutsche Automobilindustrie erheblich belasten. Umso wichtiger ist es daher, dass Berlin und Brüssel die eigenen Hausaufgaben mit Blick auf Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit entschlossen angehen.
Der Zollstreit mit den USA hat nochmals eindrücklich verdeutlicht: Die EU muss zu neuer wirtschaftlicher Stärke finden und dazu die Rahmenbedingungen in Europa für Unternehmen wie auch Investoren international wettbewerbsfähig ausgestalten. Nur so wird die EU als Investitionsstandort wieder interessanter und relevanter werden. Darüber hinaus muss die EU entschlossen Freihandelsabkommen und Rohstoffpartnerschaften mit möglichst vielen Regionen der Welt abschließen. Hier ist die EU auf einem guten Weg, es sind nun mehr Tempo, mehr Entschlossenheit und mehr Pragmatismus als in der Vergangenheit gefragt “




