Pressemitteilung
Innovation im Automotive-Sektor durch offene Zusammenarbeit: Open Source Software als Schlüsselelement für Geschwindigkeit, Effizienz und Erfolg

Die Eclipse Foundation und der VDA bauen globales Software-Ökosystem aus – bis zu 40 Prozent weniger Aufwand bei Entwicklung und Wartung – bis zu 30 Prozent Zeitersparnis – offene Innovationen für softwaredefinierte Mobilität werden ermöglicht
Die Eclipse Foundation, eine der weltweit größten Open-Source-Software-Stiftungen, und der Verband der Automobilindustrie (VDA) gaben heute eine bedeutende Ausweitung ihres globalen Ökosystems zur Beschleunigung der Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge (SDVs) bekannt, die innerhalb der Eclipse SDV Working Group umgesetzt wird.
Im Juni 2025 mit 11 Unterzeichnern gestartet, umfasst das Memorandum of Understanding (MoU) inzwischen 32 globale Unternehmen, die führende Akteure entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette repräsentieren. Dies zeigt eine bedeutende Dynamik und eine starke Brancheneinigkeit – rund um eine offene, interoperable und zertifizierbare Softwarebasis für die Mobilität der nächsten Generation, umgesetzt innerhalb der Eclipse SDV Working Group.
„Die zunehmende Beteiligung an dieser Kooperation spiegelt einen klaren globalen Trend hin zu offener Innovation in der Automobilindustrie wider“, sagte Mike Milinkovich, Geschäftsführer der Eclipse Foundation. „Marktvorreiter erkennen, dass vertrauenswürdige Grundlagen in Open-Source unerlässlich sind, um die nächste Generation sicherer, intelligenter und vernetzter Fahrzeuge zu entwickeln.“
Die Branche an gemeinsamen Leitprinzipien orientieren
Die Ausweitung dieser globalen Zusammenarbeit stärkt das gemeinsame Engagement, branchenweite Herausforderungen durch kollaborative Open-Source-Entwicklung zu bewältigen. Durch gemeinsame Arbeit in einem Open-Source-Software-Ökosystem mit herstellerneutraler Steuerung reduzieren die teilnehmenden Organisationen die Fragmentierung, verbessern die Interoperabilität und teilen sich den Aufwand der Entwicklung komplexer, sicherheitskritischer Software.
- Die beteiligten Unternehmen erwarten, dass kollaborative Open-Source-Entwicklung erhebliche Vorteile bringt:
- Bis zu 40 % weniger Aufwand für Entwicklung, Integration und Wartung von nichtdifferenzierender Software, wodurch Entwicklungskapazitäten für innovative Funktionen frei werden
- Bis zu 30 % schnellere Markteinführung durch gemeinsam genutzte Komponenten in Automotive-Qualität
- Verbesserte Interoperabilität zwischen Zulieferern und Fahrzeugplattformen
- Höhere Nachhaltigkeit und langfristige Wartungsfähigkeit der Software
„Durch die gemeinsame Entwicklung von nichtdifferenzierender Software können Hersteller und Zulieferer ihre Ressourcen auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Bereitstellung einzigartiger, kundenorientierter Erlebnisse“, sagte Dr. Marcus Bollig, Geschäftsführer des VDA.
Zunehmende globale Beteiligung
Die Kooperation zieht Unternehmen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette an, darunter Hersteller, Zulieferer und Technologieunter-nehmen aus Europa, Asien und Amerika. Zu den neuen Teilnehmern zählen 42dot, Accenture, AVL, Capgemini, Coretura, Cummins, ECARX, Elektrobit, Infineon, LEAR, LG Electronics, Michelin, MOBIS, Qualcomm, QNX, Red Hat, Schaeffler, Stellantis, Traton, T-Systems und Useblocks. Sie ergänzen die Gründungsmitglieder Aumovio, BMW, Bosch, ETAS, Hella, Mercedes-Benz, Qorix, Valeo, Vector, Volkswagen und ZF.
Diese Erweiterung spiegelt das große Vertrauen der Branche in Open Source und die Eclipse SDV-Initiative als verlässliche Plattform für gemeinsame Innovationen wider.
Visionen in lauffähige Software umsetzen
Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht Eclipse S-CORE, ein Open-Source-Software-Stack für die Automobilindustrie, der innerhalb der Eclipse SDV Working Group entwickelt wurde. S-CORE integriert mehrere SDV-Projekte
in eine Referenzimplementierung und eine Tooling-Umgebung, die für zertifizierbare, produktionsreife Software ausgelegt ist.
Im November 2025 veröffentlichte Eclipse S-CORE seine erste öffentliche Version (0.5) und erfüllte damit einen wichtigen Meilenstein gemäß des ursprünglichen MoU. Dies zeigt, dass koordinierte Open-Source-Entwicklung serientaugliche, zertifizierbare Technologie für die Automobilbranche hervorbringen kann. Eine vollständige Version ist für Ende 2026 vorgesehen und zielt auf Fahrzeugprogramme ab, die spätestens 2030 auf den Markt kommen.
Nachhaltiger, globaler Ansatz für Automotive-Software
Eclipse SDV bietet ein nachhaltiges, transparentes und skalierbares Modell für branchenweite Softwareinnovationen. Durch den Aufbau gemeinsamer Softwaregrundlagen im offenen Rahmen schaffen die Teilnehmer eine gemeinsame Basis für Innovationen, die Redundanz reduziert, die Sicherheit erhöht und die Markteinführungszeit verkürzt.
Gemeinsam setzen diese Organisationen eine neue Basis für verantwortungsvolle, zertifizierbare und global koordinierte Innovationen, welche die Zukunft der Mobilität prägen werden.
Kontakt





Kommunikation, Events & Marketing
Simon Schütz
Abteilungsleiter
Informationen über den VDA
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) vertritt die Interessen der deutschen Automobilindustrie. Zu seinen Mitgliedern zählen Hersteller von Pkw, Nutzfahrzeugen und Anhängern sowie Zulieferer. Der VDA fördert Innovation, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Mobilität.
Informationen über Eclipse Software Defined Vehicle
Eclipse Software Defined Vehicle (SDV), eine Arbeitsgruppe der Eclipse Foundation, fördert die Open-Source-Entwicklung zukunftsweisender Automotive-Technologien für die programmierbaren Fahrzeuge der Zukunft, in denen Funktionen, Funktionalität und Betrieb durch die Software definiert wird. Mit über 50 Mitgliedern, darunter führende Automobilhersteller, globale Cloud-Anbieter, Technologieinnovatoren und wichtige Partner der Lieferkette, genießt die Initiative starke Unterstützung aus der Branche. Die Arbeitsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein kollaboratives Forum für die Entwicklung und Förderung von Open-Source-Lösungen speziell für die globale Automotive-Industrie zu bieten. Mit einem „Code First“-Ansatz konzentriert sich Eclipse SDV auf die Entwicklung der branchenweit ersten Open-Source-Software-Stacks und zugehöriger Tools, welche die Kernfunktionen von Fahrzeugen der nächsten Generation unterstützen werden.
Informationen zur Eclipse Foundation
Die Eclipse Foundation bietet ihrer globalen Community aus Einzelpersonen und Organisationen ein unternehmensfreundliches Umfeld für die Zusammenarbeit und Innovation im Bereich Open-Source-Software. Wir hosten die Eclipse IDE, Adoptium, Software Defined Vehicle, Jakarta EE, Open VSX und über 400 Open-Source-Projekte, darunter Laufzeit-umgebungen, Tools, Registrys, Spezifikationen und Frameworks für Cloud- und Edge-Anwendungen, IoT, KI, Automobilindustrie, Systemtechnik, offene Prozessorarchitekturen und vieles mehr. Die Eclipse Foundation mit Hauptsitz in Brüssel ist ein internationaler gemeinnütziger Verein mit über 300 Mitgliedern. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Social-Media-Kanälen unter @EclipseFdn und LinkedIn oder auf unserer Website eclipse.org.
Die hier erwähnten Markenzeichen Dritter sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.