VDA-Kommentierung zur
E-Auto-Förderung
VDA-Präsidentin Hildegard Müller:
„Das Förderprogramm schafft die benötigte Planungssicherheit für die Verbraucher sowie die deutsche Automobilindustrie. Im Vordergrund muss aber weiterhin die Verbesserung der Rahmenbedingungen stehen, insbesondere im Bereich der Ladeinfrastruktur mit den begleitenden Stromnetzen und der Senkung der Ladestrompreise.
Wesentliche Eckpunkte des Programms sind grundsätzlich geeignet, den Erfolg der E-Mobilität in Deutschland zu unterstützen. Dazu zählen insbesondere der rückwirkende Start des Programms, sowie die Einbeziehung von Plug-in-Hybriden und der Verzicht auf wettbewerbsverzerrende Preisschwellen.
Die Förderkriterien für Fahrzeuge mit rein batterieelektrischem Antrieb, mit batterieelektrischem Antrieb und Range Extender oder Plug-in-Hybride – d. h. konkret: 60 g CO₂ pro km oder 80 km elektrische Reichweite – sind sinnvoll. Die Regeln des neuen Förderprogramms gelten zunächst bis Mitte 2027. Das eröffnet wiederum die Chance, beim Förderprogramm, wo nötig, nachzusteuern. Umso wichtiger wird es sein, die Wirksamkeit einzelner Punkte zu evaluieren.
Dabei darf nicht unberücksichtigt bleiben: Gebrauchtwagen können ebenfalls zur Stärkung der Elektromobilität und zum Erreichen der Klimaziele einen wichtigen Beitrag leisten. Daher sollte das Förderprogramm – im Zuge der Evaluation im Jahr 2027 – dann auch Gebrauchtwagen berücksichtigen.
Dass das Zulassungsdatum als maßgeblicher Stichtag für die Förderung gilt, ist ein Fehler. Die Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen unbedingt bereits beim Kauf des Autos Gewissheit darüber, ob sie die Förderung erhalten – sie brauchen Planungssicherheit. Hier ist schon heute klar: Diesen Webfehler muss die Koalition beim Förderprogramm 2027 unbedingt beheben.
Klar ist: Die neue E-Auto-Förderung ist ein weiterer grundsätzlich positiver Schritt, kann aber nur ein Baustein zur Unterstützung des Markthochlaufs sein. Für den nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität bleiben entscheidend: eine gute Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur, günstiger Ladestrom und weitere Nutzervorteile sowie darüber hinaus gute Standortbedingungen für die Unternehmen. Das darf niemand aus dem Blick verlieren, sonst bleibt die Förderung ein Strohfeuer ohne nachhaltige Wirkung.“
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Sprecherin
Felicia Fullbrecht
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