VDA-Kommentierung zur THG-Quote

    VDA-Kommentierung zur Einigung zur

    Treibhausgasminderungsquote

    Berlin, 22. April 2026

    VDA-Präsidentin Hildegard Müller:

    „Der VDA begrüßt die Einigung zur Treibhausgasminderungsquote. Denn klar ist: Um die Transformation des Verkehrssektors jedoch erfolgreich zu gestalten, braucht es frühzeitig klare und verlässliche Investitionssignale für erneuerbare Energieträger. Das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote schafft dafür erste Anreize und ist ein Schritt in die richtige Richtung. Insgesamt hätte der von der THG-Quote ausgehende Impuls aber deutlicher ausfallen müssen.

    Im Detail:

    Positiv zu bewerten ist der vorgesehene stärkere Anstieg der Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Wasserstoff, E-Fuels), die bis 2040 auf 10 Prozent ansteigen soll und mit 1,5 Prozent in 2030 bereits frühzeitig die richtigen Signale setzt. Dieser frühzeitigere Hochlauf bis 2030 setzt – insbesondere durch Anrechnungsmechanismen – wichtige Impulse für Investitionen in strombasierte Kraftstoffe.

    Zu begrüßen ist zudem, dass die Obergrenze für konventionelle Biokraftstoffe schrittweise auf bis zu 5,8 Prozent angehoben und damit der durch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorgesehene Spielraum vollständig genutzt wird.

    Allerdings gilt: Zwar ist eine Erhöhung der Quote auf 65 Prozent im Jahr 2040 gegenüber den bislang vorgesehenen 59 Prozent ein Schritt in die richtige Richtung und kann zusätzliche Investitionsimpulse für klimafreundliche Energieträger im Verkehrssektor setzen. Doch insgesamt ist der Quotenpfad nicht ausreichend, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.“

    Kontakt

    Sprecherin

    Katharina Sophie Bellstedt

    Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Produktion, Logistik, Aftermarket