VDA-Kommentierung zur PFAS-Konsultation

    VDA-Kommentierung zur

    PFAS-Konsultation

    Berlin, 25. Mai 2026

    Anlässlich der öffentlichen Konsultation zur geplanten Beschränkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) durch die Europäische Chemikalienagentur erklärt VDA-Präsidentin Hildegard Müller:

    „Die Vorschläge der Europäischen Chemikalienagentur bezüglich PFAS führen in die falsche Richtung. Sie bergen erhebliche Risiken für industrielle Wertschöpfung, Lieferketten sowie für die Transformation hin zu einer klimaneutralen, vernetzten und automatisierten Mobilität und zugleich für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung.

    Die Europäische Kommission, die nun einen konkreten Gesetzesvorschlag erarbeiten wird, muss den aktuell diskutierten Beschränkungsvorschlag für PFAS dringend überarbeiten. Es braucht ausgewogene Regeln, die den Umwelt- und Gesundheitsschutz stärken und die gleichzeitig praktikabel für Unternehmen und Behörden sind. Die industrielle Transformation muss unterstützt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas gesichert werden – der kommende Gesetzesvorschlag darf dem nicht entgegenstehen.

    Fest steht: Für heutige Fahrzeugkonzepte ebenso wie für den Hochlauf der Elektromobilität ist der Einsatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) unabdingbar. Für viele Anwendungen stehen derzeit keine technisch gleichwertigen Alternativen zur Verfügung. Eine umfassende Beschränkung ohne ausreichende Übergangsfristen, differenzierte Ausnahmen und ohne einen institutionalisierten Review-Prozess würde erhebliche Risiken mit sich bringen: für industrielle Wertschöpfung, Lieferketten sowie für die Transformation hin zu einer klimaneutralen, vernetzten und automatisierten Mobilität. Solche Signale in dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld zu senden, wäre fatal.  

    Der VDA setzt sich deshalb für einen differenzierten Regulierungsansatz ein. Dazu zählen die Ausnahme von Fluorpolymeren von der Beschränkung, realistische und ausreichende Übergangsfristen, Ausnahmen für Anwendungen ohne Substitutionsmöglichkeiten sowie ein Review-Prozess zur regelmäßigen Überprüfung technologischer Entwicklungen. Auf diese Weise können Umwelt- und Gesundheitsschutz wirksam gestärkt und zugleich Innovation, industrielle Transformation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa ermöglicht werden.“

    Weitere Informationen: Die Chemikaliengruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) umfasst nach Definition der Europäischen Chemikalienagentur mindestens 10.000 chemische Stoffe. Sie zeichnen sich durch eine Reihe spezifischer und nützlicher Eigenschaften aus, insbesondere durch eine hohe Resistenz gegenüber Hitze, Kälte, Fett, Schmutz, Reibung, Öl und Wasser sowie durch ihre außergewöhnliche Beständigkeit.

    Kontakt

    Pressestelle

    Eva Siegfried

    Leiterin des Fachgebiets & Sprecherin, Schwerpunkt Volkswirtschaft, Statistik und VDA-Ladenetz-Rankings