VDA-Kommentierung zur Abstimmung im Europäischen Parlament zum EU-US-Zollabkommen

    VDA-Kommentierung zur

    Abstimmung im Europäischen Parlament zum EU-US-Zollabkommen

    Berlin, 15. Juni 2026

    VDA-Präsidentin Hildegard Müller:

    „Es ist gut, dass das EU-Parlament dem US-Zollabkommen endlich zugestimmt hat. Das Ergebnis muss nun rasch auch vom EU-Rat formell angenommen werden. Klar ist: Alle Seiten müssen die Vereinbarung vom letzten Sommer einhalten. Dazu gehört auch, dass der US-Präsident seine aktuellen Zoll-Drohungen zurücknimmt, sobald die EU ihre Zusagen erfüllt hat.

    Für unsere Unternehmen sind verlässliche Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung. Daher hat der VDA die 2025 verkündete Zollvereinbarung zwischen den USA und der EU grundsätzlich begrüßt. Gleichsam gilt: Auch die aktuell geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent für Pkw und deren Teile stellen weiterhin eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar.

    Eine Lösung auch bei schweren Nutzfahrzeugen und Bussen ist für die Branche jetzt von höchster und existenzieller Bedeutung. Denn: Die seit dem 1. November 2025 geltenden zusätzlichen US-Zölle von 25 Prozent auf europäische Nutzfahrzeuge und deren Teile sowie zusätzliche 10 Prozent auf Busse belasten die betroffenen Unternehmen erheblich. Die zusätzlichen Zölle auf Lkw-Teile treffen vor allem auch die vielen Zulieferbetriebe der Branche. Sie beeinträchtigen zudem Investitionen und Arbeitsplätze in den USA, schwächen Lieferketten, treiben die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach oben und werden am Ende auch die Verbraucherinnen und Verbraucher belasten. Deutsche und europäische Produkte der Automobilindustrie gefährden nicht die Sicherheit der USA, womit die Zölle begründet werden. Unsere Unternehmen tragen vielmehr zu stabilen Lieferketten und damit zu Wirtschaftssicherheit bei und sind damit auch im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher. Nur durch offene Märkte lassen sich Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks nachhaltig sichern.“

    Kontakt

    Sprecher

    Benedikt Herzog-Wolbeck

    Schwerpunkt Wirtschaftspolitik & Handel